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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 507

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 507 (sequence 530)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5638-3481783
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Mitglied der Exekutive Bernhard A. Rosenblatt (englisch): Herr Präsident! Namens einer grossen Zahl von Delegierten, die ■ihre Auffassung d-er politischen Kommission darlegen konnten, schlage ich eine Resolution vor, gegen die sicherlich kein Widerspruch erhoben werden wird. Der XIII. Zionistenkongress lenkt die Aufmerksamkeit der öffentlichen Meinung der Welt auf das Anwachsen der gegen das jüdische Volk gerichteten Bewegung, die durch Verbreitung vor Verleumdungen die Volksmassen zu antijüdischen Exzessen aufzureizen sucht und letzten Endes danach strebt, die Juden im Osten Europas ihrer politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Rechte zu berauben. Der Kongress erklärt insbesondere, dass die Einführung des Numerus clausus für Lehrer und Schüler nicht nur ein kulturgefährdendes Attentat auf die Freiheit der Lehre und Wissenschaft, sondern auch ein Versuch ist, die den Juden durch die Friedensverträge und Verfassungen verbürgte Gleichberechtigung zunichte zu machen. Der Kongress weist auch auf die Verfolgung der Juden in Persien hin, die, eine wehrlose Gruppe unschuldiger Menschen, gesetzlichen Beschränkungen und Verfolgungen unterworfen sind. Der Kongress erwartet, dass die antijüdische Politik nicht allein vom ganzen jüdischen Volk entschlossen und einmütig bekämpft, sondern dass sie auch vom Völkerbund und allen zivilisierten Völkern als eine der Idee der Völkerversöhnung entgegengesetzte Bewegung entschiedenst zurückgewiesen wird. Ich glaube nicht, dass diese Resolution irgendwelche weiteren Erläuterungen erheischt. Es ist Brauch der zionistischen Kongresse, eine Resolution mit Bezug auf die allgemeine Lage des Judentums zu beschliessen, und wir haben eine solche Periode von Leiden und Sorgen in den letzten beiden Jahren durchgelebt, dass diese eine allgemeine Resolution vielleicht am besten die Meinung dieses Kongresses über die schrecklichen judenfeindlichen Verleumdungen ausdrücken wird, die seit dem letzten Zusammentritt des Zionistenkongresses verbreitet worden sind. Präsident Sokolow: Sie haben alle die Resolution des Herrn Rosenblatt verstanden. Ich bitte Sie, über diese Resolution abzustimmen. (Nach erfolgter Abstimmung:) Die Resolution ist angenommen. (Mitglied des A. C. F a r b s t e i n meldet sich zum Worte.) Wollen Sie eine Erklärung abgeben oder einen Antrag stellen? (A. C.-<Mitglied Farbstein: Einen Antrag stellen!) Herr Farbstein halt das Wort. (Lebhafte Unruhe-) Verehrter Kongress! Diese Sitzung, die letzte und feierliche, soll in Ruhe und mit Würde abgehalten werden. Bestehen Sie darauf, Herr Farbstein, den Antrag zu stellen? Mitglied des A. C. Farbstein; Nein! Präsident Sokolow: Das Wort hat Herr Stricker zur Erstattung der Vorschläge des Permanenzausschusses betreffend die Wahlen. (Die Fraktion der Zionistischen Demokratie verlässt den Saal. Zahlreiche Zurufe. Unruhe.) Vorsitzender des Permanenzausschusses Mitglied des A. C. Ing. Robert Stricker: Ich erlaube mir, Ihnen im Namen des Permanenzausschusses folgende Anträge zu unterbreiten. Der Permanenzausschuss schlägt vor zu wählen: zum Präsidenten der Zionistischen Organisation Dr. Chaim W e i z- 507

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