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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 415

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 415 (sequence 438)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5546-3481691
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Pflichten, welche das Palästinamandat der jewish Agency zuerkennt, der Zionistischen Organisation vorbehalten bleiben muss. 3. Zum Zweck der Heranziehung derjenigen Kreise, die aui dem Boden des Palästinamandates stehen, jedoch der Zionistischen Organisation nicht angehören, zum Aufbauwerke Palästinas wird die Exekutive ermächtigt, mit diesen Kreisen in Verhandlungen zu treten und im Einverständnis mit dem Actions-Comite die Formen und Bedingungen ihrer Mitarbeit an einer beratenden Körperschaft der Jewish Agency festzustellen. Mitglied des A. C. Izchak Grünbaum (Zionistische Demokratie, jüdisch): Geehrter Kongress! Wir gehen jetzt zu der Frage über, welche nach meiner Meinung — und ich habe den Eindruck, dass der ganze Kongress diese Meinung hat, — die wichtigste Frage des XIII. Kongresses ist. Wir sollen jetzt einen Beschluss fassen, welcher für die ganze zionistische Bewegung eine ungeheuere Bedeutung haben soll. Von diesem Beschlüsse wird das weitere Schicksal der zionistischen Bewegung und — ich fürchte mich nicht, es zu sagen, — auch das Schicksal des jüdischen Volkes abhängen. Wir erweitern die Jewish Agency, das heisst den Teil unserer künftigen jüdischen Regierung, und wir haben zu entscheiden, ob wir auf der Basis stehen bleiben, auf der sich der Zionismus bis jetzt entwickelt hat, das heisst auf der Basis der Volksmassen, oder ob wir davon abgehen wollen. Der Permanenzausschuss hat eine Resolution vorgelegt, und ich möchte mir erlauben, die Geschichte dieser Resolution zu erzählen. Sie ist ganz interessant und charakterisiert am besten die Resolution. Vizepräsident Motzkin: Sie dürfen Ihre Anträge begründen. Sie können aber nicht in eine Analyse der Geschichte der Entstehung einer Resolution eingehen. (Sehr richtig!) Mitglied des A. C. Grünbaum: Ich meinte, dass ich als Führer der Minderheit das Recht habe, diese Resolution zu kritisieren. (Zwischenrufe.) Vizepräsident Motzkin: Es handelt sich immer um die Form, und Herr Grünbaum kann es in seiner Begründung in einer solchen Weise machen, dass man auch das Verständnis für die anderen Resolutionen gewinne. Es war aber bei uns bisher nicht üblich, die Geschichte der Vorgänge im Permanenzausschuss zu besprechen, und deshalb habe ich das gesagt. Mitglied des A. C. Grünbaum: Die Geschichte der Entstehung der Mehrheitsresolution ist sehr charakteristisch und sollte hier erzählt werden. Ich kann es aber nicht tun. Ich will nur sagen, — und das halte ich für einen sehr wichtigen Bestandteil der ganzen Sache dass der Vorschlag der Mehrheit im Permanenzausschuss en blöc angenommen und garnicht punktweise verhandelt wurde. Die Minderheit hatte keine Möglichkeit, in die einzelnen Punkte jene Verbesserungen hineinzubringen, welche sie hineinbringen wollte. Die Mehrheit des Permanenzausschusses hat sich mit dem Vorschlage beeilt und, weil sie stark genug gewesen ist, hat sie die Minderheit vergewaltigt; und dasselbe will man auch heute tun, indem man den Vorschlag en bloc annehmen will. Das heisst einen Kompromissvorschlag annehmen, der mechanisch aufgebaut worden ist. Man hat ein Element aus einer Resolution, ein anderes aus einer anderen genommen und so weiter. Ich glaube, dass der Vorschlag der Mehrheit der beste Beweis dafür ist, dass, wenn man ein Kompromiss mit allen schaffen will, man ein Unding schafft, das nicht bestehen kann, und ich werde mir erlauben, in ein paar Worten das, was ich sage, zu begründen. 415

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