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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 391

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 391 (sequence 414)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5522-3481667
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Vizepräsident Motzkili: Es haben sich bereits mehrere Herren zu diesem Punkte gemeldet Wie die Sache formell steht, haben Sie bereits gehört. Es ist dies ein Vorschlag der Kolonisations-Kommission, mit dem sich die Keren Hajessod- Kommission noch nicht befasst hat. Mitglied des F. u. W. Rates S. Schocken: Wir haben es unterlassen, Ihnen zu den einzelnen Anträgen genaue Unterlagen zu geben. Deswegen ist wahrscheinlich nicht genügend bekannt, um was es sich hier handelt. Wir wollen mit dem Antrage etwas ausführen, was bereits seit Jahren vorbereitet und gemeinschaftlich von der Exekutive und dem Direktorium des Keren Hajessod geplant ist. Es ist die Versachlichung unserer Investitionen in Erez Israel. Es soll ein Fonds geschaffen werden, der von jetzt an den Ansiedlern gegenüber als Geschäftsträger unserer Investitionen gilt. Man könnte darüber sehr viel erzählen. Ich glaube aber nicht, dass es sachdienlich wäre, diesen unstrittigen Punkt zum Gegenstande einer Aussprache zu machen. Vielleicht sollte man formelle Änderungen vornehmen, indem man am Schlüsse sagt, dass das Statut von „der Exekutive im Einvernehmen mit dem Direktorium des Keren Hajessod** auszuarbeiten ist. Delegierter J. Bruzkus (Litauen): Ich muss mich entschieden gegen diesen Punkt aussprechen. Hier wird vorgeschlagen, einen neuen Fonds zu bilden, der selbständig verwaltet wird. Dieser Fonds wird keine grossen Kapitalien haben. Warum soll er selbständig verwaltet werden? Da würden wir eine neue Bureaukratie haben. Zu der Erfahrung, dass man keinen bureaukratischen Zedoko-Fonds schaffen soll, ist man in Russland schon beim Joint gekommen, Mitglied der Exekutive Dr. Ruppin: Ich bedauere, dass nach mehrfachen Debatten hier noch immer ein absolutes Missverständniss über diesen Kolonisationsfonds herrscht. Gerade das, was Herr Bruzkus bekämpft, wollen wir abschaffen, die Nedowes, und diesem Zwecke dient der vorliegende Antrag. Worum dreht es sich? Darum, dass diejenigen Beträge, die wir an Ansiedler geben, in die feste Form von Anleihen gekleidet werden. Dieser Kolonisationsfonds sollte Agrarbank heissen und er wird einmal so heissen, wenn nämlich diese Darlehen einmal Zinsen tragen. Jetzt handelt es sich darum, alle diese Beträge, die zur Zeit für Landwirtschaft durch die landwirtschaftliche Abteilung ausgegeben werden, in eine besondere juristische Form zu bringen und später diesem Fonds zu ermöglichen, Obligationen auszugeben und dadurch sein Kapital zu erhöhen. Es ist also keine Frage, gegen die von Seiten des Keren Hajessod irgendwelche Bedenken erhoben werden könnten, und es dreht sich darum, unserer landwirtschaftlichen Arbeit eine gesicherte rechtliche Basis zu geben. Delegierter N. Landau (Ostgalizien): Es liegt nur ein Missverständnis vor. Die Herren Bruzkus und Ruppin meinen dasselbe, man muss es nur anders stilisieren. Ich beantrage, im ersten Satze statt der Worte „im Rahmen des Keren Hajessod" zu setzen: „vom Keren Hajessod". Dadurch würde dieses Missverständnis beseitigt werden. Vizepräsident Motzkin: Ich nehme an, Herr Dr. Schmorak, dass Sie sich diesem Amendement anschliessen. Sekretär des Keren Hajessod-Direktoriums Leo Herr mann: Zur Aufklärung eines möglichen Missverständnisses soll darauf hingewiesen werden, dass es sich nicht darum handelt, ausserhalb der allgemeinen Sammlung für den Keren Hajessod besondere Zwecksammlungen dem 391

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