Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 89 (sequence 112)
- Language
- German, English, Hebrew
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als ob sich an allen Orten die Zerstreuten sammelten, um nocti einmal in grosser Kraftanstrengung für das erhabene Werk der Erlösung das zu geben, was ihrer Kraft und ihrer Opferwilligkeit entspricht. Diese Kraft, diese Opferwilligkeit zu steigern und sie in einem System ernstester, wirtschaftlich produktivster Weise fruchtbar zu machen; das, was aus Begeisterung und Hingabe für den Keren Hajessod geschaffen wurde, umzusetzen in palästinensischen Aufbau auf gesunder Grundlage; was in ihm gewonnen wurde an Kraft der Heranziehung nutzbar zu machen für einen Bund, der die Zionisten und die ausserhalb des Zionismus stehende Judenheit umfasst, — das sind die Aufgaben, die um den Keren Hajessod herum und im Keren Hajessod zu lösen sind, mit der ganzen Hingabe, die wir in den letzten Jahren daran gewendet haben, mit einer gesteigerten Hingabe, weil die Notwendigkeiten noch viel grösser sind, als auch die grösste Hingabe je erreichen könnte» (Stürmischer Beifall.) Schriftführer des Kongresses Dr. M. Glückson übersetzt die vorstehenden Ausführungen ins Hebräische. Vizepräsident Motzkin: Es liegt hier eine Mitteilung vor im Namen der Westgalizisch- Schlesischen, der Ostgalizischen und der Wilnaer Landsmannschaften, welche zusammen! die Mtajoirität aller polnischen Delegierten bilden. Sie nominieren, als ihre Kandidaten für die Steile eines Vizepräsidenten des Kongresses Herrn Dr. K1 u m e 1, als Beisitzer Dr. Ignaz Schwarzbart. Dieser Vorschlag geht an das Actions-Comite. Das Präsidium des A. C. wird dann darüber bestimmen. Delegierter Dr. Klumel (Polen): Ich möchte die Erklärung abgeben, dass ich das Mandat nicht annehme. Vizepräsident Motzkin: Die Sache geht an das A. C. und ist damit für uns vorläufig erledigt. Es ist mir ein Antrag überreicht worden, der von 40 Mitgliedern des Kongresses unterzeichnet ist. Er lautet: „Wir beantragen folgende Aenderung der Tagesordnung: An das Referat über den1 Weltkongress und die Jewish Agency von Herrn Dr. Soloweitschik soll sich sofort eine Debatte über diesen Punkt der Tagesordnung anschliessend Dieser Antrag hat die genügende Zahl von Unterschriften. Zu seiner Begründimg hat Herr Dr. Margulies das Wort. Delegierter Dr. Emil Margulies (Tschechoslowakei, deutsch): Ich glaube, dass -dieser Antrag eigentlich selbstverständlich ist. Mir wurde bereits -die Mitteilung 'gemacht, dass das Auslassen der Debatte nach diesem Referate auf einem Missversfändnis beruht. Es ist selbstverständlich, dass nach einem Referate von solcher Bedeutung der Kongress, der einmal in zwei Jahren zusammenkommt, die Möglichkeit haben muss, seine Meinung zu äussern, bevor die Sache in die Kommission geht. Denn aus der Kommission kommt sie erst am letzten Tage heraus und es soll dann nur durch Händeerheben entschieden werden. Bei der Stellungnahme des Kongresses zu dem Problem scheint es mir sachlich selbstverständlich, dass man dem Kongress die Möglichkeit zur Aussprache gibt. Ich bitte daher, diesem Antrag zuzustimmen. 89