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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 50

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 50 (sequence 73)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5181-3481326
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möglich war, wurde dies von der Bank unterstützt Es muss gesagt werden, dass wir bis jetzt kaum eine einzige industrielle Unternehmung haben, die vollen geschäftlichen Erfolg hatte, und so wünschenswert die Industrie, auch ist, so zeigt sich doch immer klarer, dass die Bank sehr vorsichtig verfahren muss. Der Anteil der Juden am H and el des Landes ist im letzten Jahre ganz erheblich gewachsen. Der grösste Teil der handeltreibenden Juden bedient sich der üblichen bankmässigen Erleichterungen der A. P. C. Es wurde eine neue Filiale der Bank in Tel Awiw gegründet. Hier ist auch noch die. grosse Arbeit von Rutenberg zu erwähnen, die in Jaffa begonnen wurde und die hauptsächlich mit den Geldern unserer Bank und des Keren Hajessod durchgeführt wird. Ich habe Ihnen nun ein allgemeines Bild gegeben von unseren Schöpfungen im Lande. Das Wichtigste aber, was wir tun müssen, ist: Menschenmaterial ins Land zu bringen. Und auch in dieser Beziehung sind die letzten .beiden Jahre nicht resultatlos verlaufen. Obwohl die Schwierigkeiten der Immigration sehr gross sind, obwohl die Beziehungen der Regierung zu dieser Immigration leider keine sehr freundlichen sind und wir •zugeben müssen, dass mit jedem Schiff Leute zurückgeschickt wTerden, die mit einem englischen Visum herkommen; obwohl von ah den Versprechungen wegen Erleichterung bis heute noch keine praktischen Resultate zu verzeichnen sind; obwohl Arbeitsbeschaffung für die Ankommenden — die zum grössten Teil mittellos sind und sich nicht alle für schwere Arbeit eignen, während ihnen zu anderen Arbeiten die Fachkenntnisse fehlen, — schwierig ist; obwohl unsere Mittel während der ganzen Zeit mehr «als begrenzt waren — haben wir doch in diesen 24 Monaten ü b e r 2 0.0 0 0 M e nsehen ins Land h i;n e i n .g e b r a c h t und der grösste Teil hat in dieser oder jener Form im Lande Wurzel gefasst. Wir haben * keine genaue Statistik über die Rückwanderer, aber wir können mit Bestimmtheit sagen, dass es bis zu den letzten drei bis vier Monaten etwa 10 bis 15 Prozent waren. Die Zahl der Arbeitslosen betrug nie, nicht einmal in der schweren Wintersaison, über 2000, und es gab Monate, wo diese Ziffer bjjs auf 500 sank. In den letzten Monaten hat die Auswanderung in grösserem Masstab eingesetzt; sie hat sogar den Charakter einer Psychose angenommen. Wenn man jedoch die Elemente betrachtet, die das Land verlassen, so sieht man, dass es keine rein ökonomische Frage ist, sondern mehr eine politisch-psychologische. Die letzten Ereignisse im palästinensischen Leben haben die Gemüter schrecklich bedrückt. Die grosse Enttäuschung im politischen Leben einerseits und an der Opferwilli'gkeit des jüdischen Volkes andererseits hat zu dieser innerlich-enReaktion geführt. Nach Palästina gehen die Menschen mit Hoffnungen, mit Enthusiasmus, mit Opferfreudigkeit. Und wenn die Hoffnungen an die grosse Zukunft unseres Volkes in diesem Lande derartigen Enttäuschungen begegnen, so ist 50

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