Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 43)
- Language
- German, English, Hebrew
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konferenz beschäftigte unsere öffentliche Meinung sehr eifrig, und neue Anregungen sind nach dieser Richtung angekündigt worden. Auch eine Vereinheitlichung des Schekels und der Kongresswahlen soll in den Bereich der Erwägungen gezogen werden. Es wird forner von Wichtigkeit sein, die Beziehungen des „Keren Hajessod" zur Zionistischen Organisation festzusetzen. Und zuletzt ist die Frage der finanziellen Sicherstellung der Zionistischen Organisation selbst ein Problem von erstklassiger Bedeutung. Wir erwarten, dass Vorschläge zur Lösung dieser Frage Ihre ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen werden. Hochverehrter Kongress! Unsere Tagung ist bestimmt, nach aussen und nach innen zu wirken. Nach aussen aufklärend und überzeugend. Die öffentliche Meinung der Welt muss erkennen, dass die zionistische Bewegung eine elementare Bewegung ist*, die durch die Juden der ganzen Welt zittert, und sie muss so viel Billigkeitsgefühl und Gerechtigkeitssinn haben, um sich nicht der Ueberzeugung zu verschliessen, dass die zionistische Bewegung in ihrem innersten Kern und in ihrer historischen Bedeutung gesund und heilsam ist. Wenn sich ein Volk, das seit langen Jahrhunderten in elenden und verwahrlosten Zuständen gelebt hat, mit moralischer Kraft zu einer wirklichen Teilnahme an zivilisatorischem Bauen, und Schaffen herandrängt, so mag das böse Gewissen der Unterdrücker, die hartherzige Selbstsucht der Feinde und auch die blöde Angstmeierei kleinlicher Menschen darüber in Schrecken und Zorn geraten; kein edeldenkendes und freiheitliebendes Volk kann den Ursachen und den Ursprüngen der Erscheinung anders als mit tiefer Teilnahme gegenüberstehen. Nach innen wird der Kongress unsere Organisation stärken und unser Volk einigen. Wir leben in einer Zeit, die, auf allen Gebieten, den Zusammenschluss der Kräfte gebieterisch erheischt. Wir glauben an die Unverwüstlichkeit des jüdischen Volkes, an seine Auferstehung. Wir sind der Ueberzeugung, dass wir nicht nur für uns selbst, sondern auch für die ganze Menschheit in Palästina eine k ul t u r e 11 e M is si o n zu erfüllen haben. Wir sind der Ueberzeugung, dass so, wie wir im Altertum gegen» das Heidentum und die Barbarei die Ideale des Rechtes und der Sittlichkeit verteidigt haben, wir nun die Fackeln des Geistes zu schwingen haben, um hineinzuleuchten in die dunklen Gebiete des Orients. Und wir glauben, dass von dort das Licht kommen wird, um der irrenden Menschheit den Weg aus dem Chaos zu zeigen. Möge der Segen Gottes über diesem „B ar-Miz vah"- Kongress ruhen! (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Präsident Weizmann: Wir haben von dem Präsidenten der tschechoslowakischen Republik Herrn Professor M ä s a r y k und vom Minister des Innern, Sr. Exzellenz M ä i y p e t r Zuschriften erhalten, in denen sie den Kongress 20