Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 11 (sequence 34)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3476254-3476280--5142-3481287
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Intelligenz, ihre Gesinnungstüchtigkeit, ihre Aufopferungsfähigkeit unser Volk würdig repräsentiert, die unser Stolz und unsere Zukunft ist, hat i'n der verflossenen Kongressperiode wieder gezeigt, was Menschen aushalten und leisten können, wenn sie von einem Ideal begeistert, von einer grossen Sehnsucht durchglüht sind. /Der feurige Pulsschlag dieser Jugend, die auf der Arena einer schweren Arbeit leidet und ringt, kämpft und jubelt, ist "zu einer Erscheinung ausgewachsen, die auch dem gleichgültigsten,, fremden Zuschauer Bewunderung abringt. Es ist das Leitmotiv der jüdischen Erlösung, gross, alle Nebentöne verschlingend, der jubelnde Preisgesang einer nationalen Erlösung durch die Arbeit. An diese Pionierarbeit in Palästina reiht sich die Heranbildung geschulter P i o n i 'e r e (Hachscharah) in der Diaspora für Palästina. Dieser wichtigen Tätigkeit wird die grösste "Sorgfalt zugewendet werden müssen und es soll darüber dem Kongress referiert werden. Wenn wir von Pionieren sprechen, beschränkt sich unser Blidk nicht auf die Chahizim der letzten Jahre; er urafasst auch die älteren Pioniere der Kolonisation, die Handwerker und Gewerbetreibenden und vor allem — unsere J u ge ndb ild n e r. Heim und Schule sind für uns unzertrennbare Begriffe. Denn nicht nur um das alltägliche Brot, sondern auch um das Brot des Geistes tut es not, und Ehre dem Stande, der dies dem Volke beschert! Das sind die Männer, die bestimmt sind, uns den hohen Schatz der Zukunft zu hüten. Ehre jenem Stande, der mit saurer Mühe das Brot des Wissens reicht und die Jugend unterweist, dass im Herzen wachse und blühe der jüdische Volksgeist! Sie haben sich in den Dienst der Erziehung gestellt und haben ihr ganzes Herzibhit darangesetzt. Unter unsäglichen Entbehrungen haben sie Ue'bermenschliches geleistet, um das mit grosser Mühe und schweren Opfern - errichtete nationale E r ,z i e h u n g sw e r k aufrecht zu erhalten, wenn auch manche kleine Positionen aufgegeben iwerden mussten. Wir folgen mit grosser Sorgfalt ihren Bemühungen und sind mit aufrichtiger Begeisterung bereit, nach Masisgabe der Mittel, die Opfer »zu leisten, um die nationale Erziehung zu erhalten und tax entwickeln. Diese Tätigkeit wirkt erhaltend und befruchtend auf unsere ganze Diaspora. All die neuen hebräischen Elementar-, Volks¬ und Mittelschulen in Osteuropa und auch anderwärts ziehen ihre Lehrkräfte, ihre Vorbilder und ihren hebräischen Sprachstoff aus Palästina. Dieses grosse Arbeitsgebiet in der Diaspora, das eine unermessliohe Summe zionistischer Initiative, zionistischer Energien und Opfer in Anspruch nimmt, hat zwar formell mit unserer zionistischen Zentr ^Organisation keinen unmittelbaren Zusammenhang und ist den Dandesorgamsationen, resp. der Tarbuth- 0 r g a n isation überlassen. Tatsächlich aber ist dies ja der einzige sichere Weg, dem Zionismus nicht nur eine zeitweilige ll

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.