Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 588 (sequence 598)
- Language
- German, English, Hebrew
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der Jischub, haben ein Anrecht darauf; denn auch der Privatmann, der einzelne, der ärmste Jude hat von jeher für die Erziehung seiner Kinder einen größeren Anteil ausgegeben, als es bei anderen Völkern der Fall ist. (Sehr richtig!) Nun wissen Sie, daß dem A.C. in Prag ein Voranschlag für das Schulwesen von 100 000 Pfd. unterbreitet wurde und daß das A. C. beschlossen hatte, diesen Budgetposten dem Kongresse zu empfehlen. Die Budgetkommission hat nach langen Beratungen den Beschluß gefaßt, den Posten „Schulwesen" um 10 000 Pfd. auf 90 000 Pfd. zu ermäßigen und ist dabei — ich bitte Sie, dies zu beachten und der Budgetkommission zu glauben, daß nur dies das treibende Motiv war — der Meinung gewesen, daß durch diese Kürzung das Schulwesen in Palästina nicht gefährdet und auch nicht irgendwie eingeschränkt wird. Sie ist von der Meinung ausgegangen, daß diese 10 000 Pfund mit den andern Lasten, die schon von dem Jischuw getragen werden, mitgetragen werden müssen und ich verwahre mich namens der Finanzkommission dagegen, daß man annimmt, wir wollten, wenn diese 10 000 Pfd. gestrichen werden, sie in der Weise hereinbringen, daß unsere Lehrer in Palästina in ihrem sehr kargen Lohn weiter gekürzt werden. Wir haben nach langem Nachdenken einen Ausweg gefunden, den ich mich vorzulegen beehre. Das Erziehungswesen umfaßt nicht nur die 90 000 Pfd. für das Schulwesen, sondern auch 25 000 Pfd. für Schulbauten, 10 000 Pfd. für das Technikum und 3 000-Pfd. für die Bibliothek, zusammen 128 000 Pfd. Auf Schulbauten entfallen davon 25 000 Pfd. Wir haben den Faktoren, die für das Schulwesen in Palästina die Verantwortung tragen, die Erklärung abgegeben, daß das Budget des Schulwesens mit 100 000 Pfd. gesichert ist, daß also alle befürchteten Schwierigkeiten erfreulicherweise wegfallen, daß aber, wenn diese 10 000 Pfd., von denen hier die Rede ist, nicht von dem Jischuw aufgebracht werden, sie aus dem Konto der Schulbauten werden gedeckt werden, das sich dann auf 15 000 Pfd. reduzieren würde. Ich habe die bestimmte Hoffnung und ich spreche es von dieser Stelle aus, daß diese Pflicht, die der Jischuw hat, in erhöhtem Maße an den Kosten des Erziehungswesens teilzunehmen, von ihm erfüllt werden wird und daß das gesamte Budget für Schulbauten in Höhe von 25 000 Pfd. unangetastet diesem Zweck zugeführt werden wird. Meine Herren! Bei dem nächsten Posten handelt es sich um das Sanitätswesen, das mit 100 000 Pfd. eingestellt ist. Wie Sie wissen, haben wir das Sanitätswesen der Hadassah übernommen und es ist unsere Ansicht, daß Mittel und Wege gesucht werden sollten, im nächsten Jahre diesen Budgetposten, der in seiner Höhe nicht angerührt werden darf, auf anderem Wege aufzubringen. Es kommen sodann die Posten Arbeits- und Ausrüstungsfonds für bereits im Lande befindliche Einwanderer in der Höhe von 50 000 Pfd. Ich habe dazu eine Spezifikation, aber es genügt, wenn ich die Globalziffer nenne. Ich glaube nicht, daß Sie den Details werden folgen können. Dann lenke ich ihre besondere Aufmerksamkeit auf den nächsten Punkt: 90000 Pfd. „Kosten der neuen Einwanderung". 588