Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 255 (sequence 265)
- Language
- German, English, Hebrew
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worden sind, werden den betreffenden Kommissionen zur Erledigung übergeben werden. Ich werde aufmerksam gemacht, daß Lettland nicht erwähnt worden ist. An Lettland ist Kowno-Litauen nur angegliedert. Der eigentliche Name entsprechend der Majorität dieses Verbandes ist Lettland. Ich glaube, es ist nun alles klar. Es wurde eingewendet, daß die Kommissionen vielleicht zu groß sind. Diese großen Kommissionen werden aber in Subkommissionen eingeteilt werden. Damit sind meine Mitteilungen im Namen des Permanenzausschusses erledigt. (Lebhafter Beifall.) Delegierter Dr. E. Schmorak (Ostgalizien, spricht deutsch): Ich halte den Vorschlag der Permanenzkommission in Bezug auf den Schlüssel für die Palästinakommission für schädlich. Wer in London an den Beratungen der Palästinakommission teilgenommen hat, wird mir bestätigen, daß es nur ein Debattierklub war. Die Permanenzkommission hat dem Kongreß einen schlechten Dienst erwiesen, wenn sie glaubte, die Zahl mit 180 Mitgliedern vorschlagen zu sollen. Wenn man auch die Kommissionen in drei Teile teilt, ist eine ersprießliche Arbeit nicht zu erwarten. Dasselbe gilt von allen anderen Kommissionen. Ich schlage dem Kongresse vor, den Schlüssel für die Palästinakommission genau wie den der Finanzkommission auf zwei zu reduzieren, d. h. auf die doppelte Zahl der politischen und der Organisationskommission. Vizepräsident Motzkin: Ich fürchte, meine Herren, daß der Vorschlag des Permanenzausschusses in Bezug auf die Kommissionen geeignet ist, uns in eine gewisse Gefahr zu bringen. Wir haben es in London und auch anderwärts erlebt, daß infolge der Größe der Kommissionen und des Umfanges der Debatten daselbst der Kongreß für einige Tage vertagt werden mußte. Dieser Gefahr will ich aus dem Wege gehen, ohne daß ich über die Zahl selbst spreche. Ich muß nur betonen, die Kommissionen dürfen uns auf keinen Fall den Antrag stellen, daß wir hier ganze Tage aussetzen. Wir müssen unbedingt den Kongreß fortsetzen. Darum möchte ich, daß wir vielleicht noch, wenn möglich, morgen tagsüber den Kongreß haben und die Kommissionen sich erst des Abends konstituieren. Wir gewinnen dadurch außerordentlich viel Zeit. Berichterstatter Dr. Soloweitschik: Es bestehen unter den Delegierten verschiedene Wünsche, aber ich glaube unser Hauptwunsch ist, daß die Kommissionen sich so bald als möglich konstituieren. Es kommen von allen Seiten an den Permanenzausschuß Anfragen, weshalb bis jetzt die praktische Arbeit noch nicht begonnen hat. Andererseits müssen wir die einzelnen Berichte anhören, die den Arbeiten der Kommissionen zugrundegelegt werden müssen. Wir beabsichtigen durch unseren Vorschlag in keiner Weise die Arbeiten des Plenums zu stören. Es müssen morgen die Kommissionen ihre Konstituierung vornehmen, was höchstens 134 bis 2 Stunden dauert. Wenn das Präsidium des Kongresses die Absicht hat, zwei Sitzungen, Vormittag und Nachmittag, zu halten, so wird der Vorschlag der Permanenzkommission in keiner Weise dem störend sein. Um 6 oder Vil Uhr kann die Abendsitzung des Plenums wieder einsetzen. Ich bitte Sie, da es der Wunsch der Majorität des Kongresses ist, diesen Vorschlag des Permanenzausschusses zu Ihrem Beschlüsse zu machen. Zwischen 4 und 6 Uhr konstituieren sich die Kommissionen. Das sind die Vorschläge, die uns aus den Fraktionen und den Landsmannschaften zugekommen sind. (Lebhafte, andauernde Zwischenrufe. — Große Unruhe im ganzen Saal.) 255