Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 224 (sequence 234)
- Language
- German, English, Hebrew
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seinem Lande zusammentritt. Möge es Euch gelingen, die verantwortungsvollen und für das Schicksal des Volkes entscheidenden Aufgaben, die vor Euch liegen, würdig zu erfüllen! Der Jüdische Jischuw in Erez Israel erwartet, daß die britische Regierung ihre Tätigkeit in Erez Israel in Uebereinstimmung ausüben wird mit ihren historisch gewordenen Zusagen, die Schaffung einer jüdischen nationalen Heimstätte in Erez Israel zu fördern, damit unerschütterlich bleibe der Bund des jüdischen Volkes mit dem britischen, der unsererseits auf Gefühlen des Dankes und des vollen Vertrauens begründet ist. * Wir verlangen, daß die Einwanderungsbeschränkungen, die unsere Gefühle tief verletzen und dem Grundgedanken der nationalen Heimstätte widersprechen, abgeschafft werden und daß die Regelung der Immigration in den Händen der Zionistischen Organisation verbleibe. Ferner soll die Mandatarmacht verpflichtet sein, für die Sicherheit des Lebens und des Vermögens zu sorgen und den jüdischen Einwohnern die Möglichkeit der Verteidigung gegen Mord und Raub geben. Der Jüdische Jischuw bringt wiederum anläßlich dieses Kongresses seinen Willen zur Einigkeit und zu brüderlichem Zusammenleben mit dem arabischen Volke zum Ausdruck. Trotz der traurigen Ereignisse der letzten Monate hofft er auf Frieden und Freundschaft zwischen beiden semitischen Völkern, durch die die Wiedergeburt beider Völker erleichtert und beschleunigt werden wird. Die jüdische Siedlung im Lande, von dessen Fläche kaum ein Fünftel kultiviert wird, kann die gegenwärtigen Bewohner nicht verdrängen, sondern wird ihnen im Gegenteil durch Kapital, Arbeit, Kenntnisse und ideale Hingabe Nutzen bringen. Der Jüdische Jischuw erwartet, daß alle, die sich Zionisten nennen, sich zur Arbeit und zu Opfern aufraffen. Die mit gemeinsamen Kräften aufgebauten obersten Volksinstitutionen sollen von der Allgemeinheit hochgehalten und nicht preisgegeben werden. Wir hoffen, daß die Mehrheit den Anschauungen der Minderheit weitgehendes Verständnis entgegenbringen und daß wegen technischer Einzelheiten keine Spaltung der Organisation zugelassen werden wird. Die Festsetzung eines möglichst weiten Tätigkeitsrahmens soll allen Schattierungen, die im Prinzip geeinigt sind, eine gemeinsame Arbeit und die Einsetzung aller Kräfte für ein Ziel ermöglichen. Arbeit beginne! Das ganze Volk nehme mit Taten seine Wiedergeburt und die Wiederaufrichtung seiner Urheimat in Angriff! Es setze jedermann sein Können, seine Habe, seine Existenz und die seiner Angehörigen für Erez Israel ein! Fort mit kleinlichem Zank und unfruchtbaren Debatten, jeder an seine Arbeit! Gebet Arbeitgelegenheit Tausenden unserer besten Jugend! Erlöset den Boden Erez Israels, bauet Häuser, pflanzet Gärten, besäet die verlassenen Felder, belebet das jüdische Gewerbe, verbreitet, vertiefet das von der heimatlichen Scholle befruchtete Kulturschaffen! Für das Präsidium des Vaad Haleumi: Jakob Thon. Izchak Levy. Aus New York (englisch): Die Zionisten Amerikas begrüßen ihre auf dem Kongreß versammelten Gesinnungsgenossen. Die amerikanische Judenheit verfolgt