Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 197 (sequence 207)
- Language
- German, English, Hebrew
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VIERTER VERHANDLUNGSTAG Montag, den 5. September 1921. 7. (Vormittag-) Sitzung. Beginn: 10 Uhr 45 Minuten vorm. Vizepräsident Motzkin: Die Sitzung ist eröffnet. Wir bedauern, daß wir die heutige Sitzung etwas später eröffnen, aber wenn Sie bedenken, wie spät wir gestern getagt haben, werden Sie das begreiflich finden. Wir werden von jetzt an die Sitzungen pünktlich beginnen. Es liegt hier ein Antrag vor auf Beschränkung der Redezeit für die weiteren Redner. Ich bemerke, daß wir noch eine Reihe von Fraktionsrednern haben, und zwar 8, dann sind noch individuelle Redner vorgemerkt und zum Schluß kommen die Antworten der Exekutive. Wir haben im Präsidium nach langen Beratungen beschlossen, daß die Generaldebatte heute absolut enden muß. (Beifall.) Wir können sie nicht mehr verlängern. Das teile ich Ihnen informativ mit. Sie können natürlich anders beschließen. Der Antrag auf Beschränkung der Redezeit lautet: Die weiteren Redner, abgesehen von den Mitgliedern der Exekutive, haben das Recht, nur zehn Minuten zu sprechen. Delegierter Dr. S. Daiches (England, spricht englisch): Mein Antrag geht dahin, daß man die Gruppenredner wie die anderen Redner anhören soll. (Ruf: 15 Minuten!) Delegierter Kurt Blumenfeld (Hapoel Hazair, Deutschland, spricht deutsch): Es ist unmöglich, den Gruppenrednern die Redezeit zu beschränken. Diese sprechen nicht für sich, sondern für die Gruppen, die bestimmte Dinge zu sagen haben. Es ist unmöglich, daß diese Leute jetzt, weil sie zufällig später das Wort erhalten, beschränkt werden, so daß ganze Gruppen nicht zum Worte kommen. Delegierter Kolker (Ukraine, jüdisch): Ich bin dafür, die Debatte im ganzen zu schließen und nur die Redner der Exekutive sprechen zu lassen. (Beifall.) Vizepräsident Motzkin: Es hat sich niemand mehr zum Worte gemeldet. Wir werden daher abstimmen. Der weitestgehende Antrag ist der Antrag auf Schluß der Debatte und nur Anhörung der Redner der Exekutive. Wer dafür ist, den bitte ich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Ich habe den Eindruck, daß der Antrag abgelehnt ist. (Widerspruch.) Wenn die Abstimmung bezweifelt wird, werden wir auszählen. Ich bitte also nochmals diejenigen, die mit dem Antrage einverstanden sind, die Hand zu erheben. (Nach erfolgter Aus- 197