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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 48

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 48 (sequence 58)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Zeire Zion, Lithauen. Isaac Meyer Ish, Kowno; Edelstein, Kaivaria. Die Großen unserer Literatur. Scholem Aleichem; J. L. P e r e z; M e n d e 1 e Mocher Sforim; S. A n s k i; Jacob Dineson; A. J. Slutzky; S. Frug; Dr. J. L. Kantor; Dr. Katzenelsohn (Buki ben Jogli): Dr. Aron K1 aczko; Abraham Ludvipol. An der Spitze der Totenliste stehen zwei uns teuere Namen, das sind die Namen des Präsidenten David Wolffsohn und des Vizepräsidenten des Aktions-Comitees Dr. Jechiel Tschienow. Der Heimgang Wolffsohns vollzog sich unter sehr tragischen Umständen. Es war in der ersten Zeit des Krieges, als wir die Nachricht von seinem Ableben erhielten und es war nicht einmal möglich, diese Nachricht zu verbreiten. Still ist der gute David Wolffsohn heimgegangen und noch tragischer macht diesen Tod der Umstand, daß David und seine Frau Fanny Wolffsohn kurze Zeit nacheinander gestorben, kinderlos von der Welt gegangen sind. Der gute David Wolffsohn! Ich denke, daß dieses Prädikat dem Namen für immer zugesellt bleiben wird. Während einer schweren und verantwortungsvollen Zeit nach Herzl war Wolffsohn der Präsident der Zionistischen Organisation. Die beiden Namen Herzl und Wolffsohn werden in der Geschichte des Zionismus ungetrennt bleiben. Es war nur eine kurze Spanne Zeit, die zwischen dem Tode Herzls und dem Tode Wolffsohns verfloß. Für uns war der Verlust und bleibt der Verlust Wolffsohns ein überaus schmerzlicher und wir werden das Andenken dieses vortrefflichen Mannes, dieses ergebenen Führers mit aller Pietät in unseren Herzen bewahren. Das zweite Grab, vor dem wir stehen, ist das Grab von J e c Ii i e 1 Tschienow. Der liebe Tschienow, den die ganze zionistische Welt und ein großer Teil der jüdischen Welt nicht nur ehrte, sondern auch liebte! Er war der Volksliebling und blieb der Fahne treu bis zum letzten Augenblick seines Lebens und fiel auf dem Posten wie ein Held. Er kam unter Lebensgefahr nach England hinüber und bemühte sich mit seinen besten Kräften, mit uns zu arbeiten in dem Trio, dem unser Präsident Prof. Welzin an n angehörte und dem auch ich anzugehören die Ehre hatte. Es war eine Art kleiner Dreibund unter uns. Wir arbeiteten zusammen und lernten von Tag zu Tag mehr die hohen Eigenschaften Tschlenows, die uns ja schon von früher her bekannt waren, schätzen. Er verließ seine Familie in Moskau und setzte sich bei der Schwierigkeit des Verkehrs der Gefahr aus, seine Lieben nicht wiederzusehen, und das ist geschehen. Er ist gestorben weit von seiner Familie, von dem Kreise, in dem er so geehrt und geliebt wurde, und ist vorläufig — ich sage vorläufig — in London bestattet worden. Ich hege die Hoffnung, daß wir die Gebeine unseres teueren Tschienow einmal zusammen mit den Gebeinen aller der anderen Führer, denen wir das Gelöbnis abgelegt haben, sie nach Palästina zu überführen, dorthin bringen werden. 48

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