Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 337 (sequence 344)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 337 - für den Verein Haschomer, und dieser Verein zahlt diese Schuld mit der größten Pünktlichkeit, die man sich denken kann. (Lebhafter Beifall.) Sie sehen, meine Herren, nicht nur die Wächter für Kolonien und Hab und Gut sind diese Leute, sondern sie sind auch die Wächter für die paar Groschen, die wir gegeben haben. (Del. Ussischkin: Rosch Haschomrim!) Herr Ussischkin ruft mir zu: Rosch Haschomrim! Ich bin stolz darauf. Es sind in Palästina eine ganze Reihe von kooperativen Genossenschaften gegründet worden, um den Export von Orangen, Mandeln, Pardeß und einer ganzen Reihe von anderen Produkten zu betreiben. Ich glaube aber, daß in dieser Beziehung noch viel mehr geschehen muß. In einem Lande, namentlich in Palästina, wo man sich erst einen Weg bahnen muß, da kann der einzelne Mensch das nicht durchführen. Es müssen sich viele vereinigen, um mehr Kraft bei der Durchführung dieser so wertvollen Aufgabe entwickeln zu können, und das erleichtert dann auch die Bank, denn die kann wieder viel leichter beispringen bei einer Genossenschaft, als bei einzelnen, um die Privatinitiative zu fördern. Hier muß die Tätigkeit der Bank wohltuend wirken und nicht wohltätig. Das ist unsei Hauptprinzip dabei. Wir haben an kurzfristigen Anleihen an die ländliche Bevölkerung 750 000 Frcs. und für Landkauf, für Pflanzenvorschüsse usw. 694 000 Frcs., also zusammen etwa IV2 Millionen Francs bewilligt. Wir verlangen dafür keinen Dank, denn das ist selbstverständlich. Aber ich möchte doch mit Herrn Dr. R u p p i n ein Wörtchen sprechen. Er war so splendid, Olam haba und Olam hase vollständig zu verteilen. Die Olam haba hat er für sich genommen. Natürlich, der Esof von der Bank hat bekommen das azamot jeweischot, der Jeinkew hat bekommen den Lewjatan. (Heiterkeit.) Herr Dr. Rtippin, ich weiß nicht, ob Sie mehr als für 750 000 Frcs. Pflanzungen angelegt haben, ich weiß nicht, ob Sie für mehr als für 750 000 Frcs. Boden gekauft haben? Jedenfalls aber mache ich alle Komplimente gegenüber Dr. R u p p i n. Er hat seine Sache großartig gemacht, aber ich bin überzeugt, daß die Pflanzer, die für eigenes Risiko Land gekauft haben mit dem Gelde der A. P. C, es mindestens so gut gemacht haben; denn was jemand für sich tut, macht er besser, als der beste Administrator der Welt, und Herr Dr. R u p p i n , wenn Sie schon vierteilen, dann wollen wir beide zusammen den Lewjatan essen. (Erneute Heiterkeit und Beifall.) Ich möchte noch bemerken, wie unser Manager berichtet, haben wir niemals Mangel an Geld gehabt. Niemals ist eine Anleihe zurückgewiesen worden, weil wir nicht in der Lage waren, sie zu befriedigen. Ich möchte noch ein paar Sachen hervorheben über eine Tätigkeit, die nicht direkt mit der Banktätigkeit zu tun hat. Wir haben z. B. die Oscherpachtungen, die so große Schwierigkeiten verursacht haben, besorgt, daß sie von der Regierung übernommen werden, und es ist uns gelungen, eine wesentliche Verbesserung in diese Arbeit zu bringen. Von der Bank sind in vier Kolonien Wasserleitungen hergestellt worden, es ist ferner die Ackerbauschule in Pethach-Tikwah unterstützt worden und viele andere Sachen, die mit der Bank nichts zu tun haben. Aber, wie gesagt, in Palästina liegen die Sachen anders. Dort müssen wir überall eingreifen, wo einzugreifen ist. Meine Freunde! Ich bin nun zu Ende. Ich habe nur noch an Sie die eine herzliche Bitte: Studieren Sie fleißig und lesen Sie fleißig dieses Büchlein, die Broschüre der A. P. C.; es ist vielleicht etwas langweilig, eine solche Reihe von Zahlen zu verfolgen; aber das sind keine bloßen Zahlen, keine trockenen Knochen, die weiter nichts zu sagen haben. Hinter diesen Zahlen steht der jüdische Händler, der das Leben in Palästina entwickelt und vergrößert, hinter diesen Zahlen steht der jüdische Pflanzer, der die Pflanzungen anlegt, hinter diesen Zahlen steht der 22