Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 43)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 36 — erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause.) Die Beisitzer sind gewählt. Prof. Dr. Weizmann: Zu Schiftführern und Uebersetzern schlagen wir Ihnen die folgenden Herren vor: Prof. Fe in mann, New York (lebhafter Beifall), Dr. Josef Klausner, Odessa (lebhafter Beifall), Dr. Hoch mann, London (lebhafter Beifall), Dr. Nacht, Foschani (lebhafter Beifall), Dr. N i e m i e r o w e r, Bukarest (lebhafter Beifall), Dr. Isaak S t r a u s , Freiburg (lebhafter Beifall), Ober-Ing. Robert Stricker, Wien (lebhafter Beifall). Vorsitzender Prof. Dr. Warburg: Die Enbloc-Annahme der Liste der Schriftführer ist beantragt. Wer dafür ist, den bitte ich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause.) Die Schriftführer und Uebersetzer sind gewählt. Präsident Wolffsohn (den Vorsitz übernehmend — tosender, minutenlanger Beifall; die Versammlung erhebt sich) beginnt seine Rede in hebräischer Sprache, drückt die Hoffnung aus, daß es unserem Volke dereinst gelingen wird, sich seine Nationalsprache zurückzuerobern, und setzt dann deutsch fort: Vorläufig, geehrter Kongreß, sind wir noch nicht so weit. Vorläufig ist unsere Sprache noch nicht unsere Umgangssprache, und wir sind gezwungen, in der Sprache zu verhandeln, in der wir sonst im Leben verkehren. Geehrter Kongreß! Ich danke Ihnen, daß Sie mich wiederum zum Präsidenten des Kongresses gewählt haben. Ich freue mich diesmal umsomehr, als dieser Kongreß hier in Wien, an einem Orte stattfindet, wo wir zum ersten Male dem Rufe Theodor Herzls gefolgt und hier zusammengetreten sind, um unsere Arbeit für unser Volk zu beginnen. Gerade an dieser Stelle ist es mir doppelt angenehm, und ich hoffe, daß die Einigkeit, die damals bei uns geherrscht hat, und auch die Begeisterung, von der wir beseelt waren, wiederkehren werden, und daß auch ich mit meinen schwachen Kräften dazu beitragen werde, daß dieser Kongreß so würdig verlaufe, wie er verlaufen muß. Ich richte die Bitte an Sie, meine verehrten Delegierten, mitzuhelfen, damit wir in unserer Arbeit vorwärts kommen. (Lebhafter Beifall.) Geehrter Kongreß! Bevor wir in die Tagesordnung eintreten, wollen wir derer gedenken, die früher mit uns gearbeitet haben (die Versammlung erhebt sich), die mit uns geschafft und gewirkt haben, die unser Ideal hochgehalten haben und heute nicht mehr unter uns weilen. Der Größe unserer Bewegung entsprechend, ist auch die Liste derer, die von uns gegangen, sehr lang geworden. Ich will mit denen, die in Palästina gelebt haben und dort gestorben sind, beginnen. (Liest): Alexander Berkner, Josef Friedmann, Josef Witkin, Isak Achdussi, Abr. Nechudkin, Nathan Lewitan, Jeheskiel Nis satt o w. Zewi B a r s k i, Hillel E t i n, Moses Schapira, Kahan, Meer Chasano witz, Salman Friedmann, S wert low, Waselinski, Dr. Grün hu t, Jakob Tschertok, Jechiel Michel P i n e s, Frau Sulamith Ruppin, Eliahu Sapir, J. Fainberg. Wir gedenken dann des Oberrabbiners Dünner in Amsterdam der Herren: D. Popkin (Bulawayo); Dr. Albert Siklosi (Ungarn); S. Kantor (Pretoria), die in ihrem Testamente Bestimmungen zugunsten zionistischer Institute getroffen haben. Wir nennen: Robert B e h a r, Präsident des Maccabi in Malaat, der meuchlings ermordet wurde, und Erwin Goldemann, Berlin, Mitglied des Präsidiums des Bundes Jüdischer Korporationen, der im August 1913 in Swinemünde verunglückt ist.