Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 192 (sequence 192)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 192 — ich, steht nichts im Wege, daß man den Antrag T r i e t s c h dieser neuen- Kommission überweist. Wenn kein Widerspruch dagegen erhoben wird, nehme ich an, daß der Kongreß damit einverstanden ist. Del. Dr. Halpern: Ich erhebe Einspruch und erkläre, daß es unmöglich ist, nachdem wir diesen Antrag der Palästinakommission überwiesen haben, wo er am besten aufgehoben ist, ihn wieder herauszunehmen. Man kann doch nicht einen Antrag jeden Augenblick wo anders überweisen. Vizepräsident Dr. ßodenheimer: Die Bemerkung richtet sich auch gegen den Vorschlag des Herrn M o t zk i n. (Rufe: NeinI) Die Sache ist damit erledigt. (Widerspruch und Unruhe.) Da Widerspruch erhoben wird, bleibt es bei dem Kongreßbeschluß. Del. Kaplansky: Da die Debatte in dieser beschleunigten Form erledigt wurde, habe ich beantragt, daß auch die Wahl der Kommission in beschleunigter Weise erfolge, damit wir keine Zeit verlieren. Ich habe eine Liste von sieben Mitgliedern vorgeschlagen und bitte über diese Liste sofort abstimmen zu lassen. Vizepräsident Dr. ßodenheimer: Es wird beantragt, über diese Liste sofort abstimmen zu lassen und sie nicht erst dem Permanenzausschusse zu übergeben. Die Liste besteht aus folgenden Personen: Katzenelsöhn, Motzkin, Zuckermann, Pasmanik, Thon, Brutzkus und Lubarsky (Rufe: Trietsch!) Dieser Antrag betrifft doch nicht den Antrag Trietsch. Herr Motzkin erklärt sich mit dieser Liste einverstanden. Ich lasse also zunächst über diese Liste abstimmen und bitte diejenigen, welche für diese Liste sind, die Hand zu erheben. (Geschieht. ) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Der Antrag ist angenommen. Die Kommission wird also sofort zusammentreten.. Del. Dr. Margulies: Zur Ergänzung beantrage ich, in diese Kommission auch Herrn Trietsch hineinzunehmen. Ich wundere mich, daß man den Mann, welcher hier konkrete Vorschläge gemacht hat, in diese Kommission, welche dieses Problem behandeln soll, nicht hineinnehmen will. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Ich wundere mich, daß Herr Kollege Margulies, der doch ein so erfahrener Parlamentarier ist, nicht verstanden hat. daß der Antrag Trietsch doch einer besonderen Kommission übergeben worden ist, wo er seine Ansichten zu vertreten Gelegenheit haben wird. (Widerspruch.) Also lasse ich über den Antrag Margulies abstimmen, daß Herr Trietsch in diese Kommission einbezogen werde. (Zwischenrufe. — Rufe: Abstimmen!) Zu einem Antrage erteile ich Herrn S y r k i n das Wort. Del. Dr. Syrkin: Es hat hier ein Herr .... (große Unruhe) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Machen Sie doch nicht hier unmittelbar vor der Tribüne so viel Lärm; wenn Sie das dort rückwärts tun würden, würde das weniger stören. Ich kann Sie doch nicht fortwährend überschreien, und es hat auch gar keinen Zweck, denn ich muß die Geschäftsordnung wahrnehmen, wie es parlamentarisch üblich ist. Herr Syrkin hat das Wort. Del. Dr. Syrkin: Es hat hier ein Herr Delegierter seiner Verwunderung darüber Ausdruck gegeben, weshalb Herr Trietsch nicht in diese Kommission einbezogen wurde. Ich dagegen wundere mich, wie ein Delegierter Herrn Trietsch in irgendwelche Kommission, die vom Kongresse gewählt wird, vorschlagen kann. (Pfuirufe.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Herr Dr. Syrkin, ich habe Ihnen das Wort nur zu einem Antrage gegeben. Stellen Sie den Antrag oder