Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German, English, Hebrew
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17 _ Basel als ein Zeichen dafür an, daß er den genius loci als ihm günstig gestimmt erkennt. Und gewiß wird die Bevölkerung Basels auch bei dieser Tagung mit herzlicher Teilnahme das Ringen um die großen Ziele verfolgen, die den Kongreß bewegen; ein Ringen, bei dem die Größe der Ziele die aus allen Gegenden der Erde zusammenströmenden Glieder der Versammlung bisher stets wieder zu der gleichen hellen Begeisterung entflammt hat. Im Namen des Regierungsrates Der Vicepräsident: Dr. H. Blocher. Der Sekretär: Dr. A. Im Hof." (Stürmischer Beifall und Händeklatschen. — Die Versammlung erhebt sich.) Ich stelle fest, daß der Kongreß zum Zeichen seiner Dankbarkeit für dieses liebenswürdige Schreiben sich erhoben hat. (Erneuter Beifall.) Wir danken der Regierung auf das wärmste für den liebenswürdigen Empfang, den sie uns geboten hat (Lebhafter Beifall.) Ein zweites Schreiben mit mehreren hundert Unterschriften von Juden der Baseler Gemeinde lautet (liest): „An den X. Zionistenkongreß, Basel. Hochgeachteter Herr Präsident! Hochgeachtete Herren! Als sich im Jahre 1897 der 1. Zionistenkongreß in den Mauern Basels versammelte und seinem hier mit Ernst und Begeisterung festgelegten Programme den Namen unserer Stadt voraussetzte, da war uns allen Ihre Bewegung neu und fremd. Seither hat die durch die Basler Kongresse verbreitete Idee der Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte für die Juden in Palästina in allen Schichten unseres über den Erdball verstreuten Volkes begeisterte Anhänger gefunden. Wir Basler Juden hatten das Glück und die Freude, an mehreren Ihrer Kongresse als Zuhörer teilzunehmen und dadurch besser als andere die historische Bedeutung Ihrer Tagungen kennen und würdigen zu lernen. Jeder Einzelne von uns war dadurch gezwungen, zum Zionismus innerlich Stellung zu nehmen. Viele haben sich begeistert der Bewegung angeschlossen, manche blieben skeptisch; einige glaubten sogar, diese neue und fremde Strömung im jüdischen Leben als gefährlich und schädlich ablehnen zu müssen. 2