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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 436

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 436 (sequence 436)
Language
German, English, Hebrew
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…/3476254-3476272--3466-3479607
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— 436 — Anglo - Palestine Company Geschäftsbericht pro 1907 Unsere Geschäfte haben sich im Jahre 1907 zufriedenstellend entwickelt. Der Umsatz hat in allen Filialen zugenommen, und die Bilanz pro 1907 zeigt Aktiva in Höhe von £ 271.813.— (Frs. 6795332.—) gegen £ 217.342.— (Frs. 5433550.—) in 1906, also eine Vergrößerung um ca. £ 54.470.— (ca. Frs. 1361750.—). Die Ausdehnung unserer Geschäfte steht in engem Zusammenhang mit dem Aufschwung im Handel, Industrie und Landwirtschaft in Palästina, die zu fördern und zu unterstützen von jeher unser Hauptbestreben gewesen ist. Nach Maßgabe unserer Mittel sind wir mit recht bedeutenden Summen in palästinensischen Unternehmungen aller Art interessiert. So betragen: Anleihen an Kolonisten und Pflanzungs- . gesellschaften............... £ 34.692.— (Frs. 867300.—) Anleihen an jüdische industrielle Unternehmungen............... . £ 18.984.— (Frs. 474600.—) Anleihe an jüdische Kaufleute........£ 49.600.— (Frs. 1240000.—) Diese Ausdehnung der Geschäfte veranlaßte uns, in einer zu diesem Zwecke im Frühjahr 1907 einberufenen außerordentlichen Generalversammlung eine Erhöhung des Aktienkapitals auf £ 100.000.— zu beantragen, und wurde dieser Antrag zum Beschlüsse erhoben. Von den neuen Aktien emittierten wir sogleich £ 30.000.—, die der Jewish Colonial Trust, Limited, London, bar aufnahm, so daß unser vollbezahltes Aktienkapital seit dem 1. Juli 1907 £ 69.400.— betrug. Außerdem benutzten wir für unsere Geschäfte den uns vom Jewish Colonial Trust, London, als unsern Bankiers eingeräumten Kredit, welcher sich in der stillen Zeit zwischen £ 45 bis 50.000.— bewegte und in der lebhaften Geschäftszeit zeitweise bis auf £ 90.000.— stieg. Wir haben die Begründung und Erweiterung einer Anzahl von Leihkassen und kooperativen Gesellschaften ins Werk gesetzt und dieselben in ihrer geschäftlichen Tätigkeit fortgesetzt unterstützt. Ende 1907 betrug die Anzahl solcher Kassen und Gesellschaften, mit denen wir in geschäftlicher Verbindung standen, insgesamt 18, alle mit gegenseitiger Haftung, von denen 14 landwirtschaftliche Vereine -, Tr -. ~ . > m den Kolonien 2 Konsumvereine..........) 1 Tischlerverein..........\ in Jaffa 1 Leihkasse für Kleinhändler . . . . / waren. Diese Gesellschaften umfassen insgesamt 696 Mitglieder, an welche wir im Laufe des Jahres ca. £ 19.680.— (Frs. 492019.—) gegen 2541 Wechsel verliehen haben. Ende 1907 schuldeten sie uns £ 8.933.— (Frs. 223.300.—) gegen £ 2945.— (Frs. 73625.—) in 1906. Die fälligen Zahlungen wurden stets pünktlich geleistet, und Verluste waren nicht zu verzeichnen. Diese kooperativen Vereine genießen im Lande sehr guten Ruf, und die Kolonisten bemühen sich allenthalben, zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage neue Vereine zu gründen. Bei der Beurteilung des Jahreserträgnisses ist zu berücksichtigen, daß wir den landwirtschaftlichen Vereinen und kooperativen Gesellschaften große Vorschüsse zu billigen Zinsen gewähren; auch müssen wir stets große Kassa halten und einen wesentlichen Teil unserer Aktiva leicht liquidierbar, also zu niedrigem Zinsfuß anlegen, um jederzeit imstande zu sein, sowohl die Forderungen des regelmäßigen Geschäfts wie auch plötzlich auftretenden ausnahmsweisen Bedarf prompt zu befriedigen, — dies um so mehr, als die Beschaffung von Barmitteln in Palästina wegen der weiten Entfernung von Hauptzentren des Verkehrs naturgemäß länger dauert und große Schwierigkeiten bietet. Wir hatten Ende November und Anfang Dezember einen „Run" auf unsere Kasse in Jerusalem, von der in wenigen Tagen fast Frs. 600000.— Depositengelder zurückgezogen wurden, und wir haben diese Probe bestanden, indem wir prompt zahlten, ohne auch nur den gewöhnlichen Gang der Geschäfte dadurch irgendwie zu stören. Fortsetzung Seite 438.

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