Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 397 (sequence 397)
- Language
- German, English, Hebrew
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Des fernem entfaltete das Palästinaamt eine ausgedehnte direkte schriftliche und mündliche Auskunfterteilung an alle diejenigen, die es .um Information angingen. Das Palästinaamt veröffentlichte unter dem Titel „Erwerbsaussichten in Palästina" Mitteilungen betreffend die Erwerbsmöglichkeiten in der Landwirtschaft, im Handel, Industrie usw., und gab zwei Studien über „Anlage von Pflanzungen" und „ Bodenerwerb in Pastina" heraus. Im Auftrage des Aktionskomitees hatte das Palästinaamt den Kischinewer Waisenfonds und einen Teil des Hilfsfonds für die Opfer der Judenverfolgungen in Rußland zu verwalten. Aus dem Kischinewer Waisenfonds wurden zur Zeit, als das Palästinaamt seine Tätigkeit aufnahm, noch 22 Kinder unterhalten. Aus dem russischen Hilfsfonds wurden 4 Waisenknaben im Waisenhause des Herrn Dr. Grünhut und 12 Mädchen im Jüdischen Mädchenheim untergebracht. Den Hauptteil seiner Tätigkeit widmete das Palästinaamt der Besorgung der Geschäfte des Jüdischen Nationalfonds. Es erledigte für ihn mannigfache juridische Arbeiten und sorgte auch für die Verwendung seines Bodenbesitzes gemäß den Bestimmungen seines Statuts. Für den Verein Ölbaumspende besorgte das Palästinaamt die sämtlichen Anpflanzungen, insbesondere die für den Herzlwald. Ein großer Teil der Arbeiten des Amtes war auch der Palestine Land Developement Co. gewidmet, für die das Palästinaamt die Gutswirtschaft Kinereth einrichtete. Auch für den „Pflanzungsverein Palästina" und für das „Palästina-Industrie-Syndikat" bildete das Palästinaamt die Vertretung in Palästina und besorgte die sich daraus ergebenden mannigfachen Arbeiten. Für den Vorstand des Vereins „Bezalel" in Berlin fiel dem Palästinaamt die finanzielle Leitung und Inspizierung der Bezalelschule in Jerusalem zu. Auf diese Weise wurde es möglich, die Ordnung des ständig wachsenden Betriebes aufrecht zu erhalten. Zu erwähnen ist auch die Beteiligung des Palästinaamtes an dem vom Palästinarate eingesetzten Schiedsgericht, als dessen Bureau es fungierte. 6. „Die Welt" „Die Welt" hat seit dem letzten Kongreß in bezug auf ihren finanziellen Stand eine langsame, aber stete Besserung zu verzeichnen. Diese beruhte sowohl auf einer Erhöhung der Einnahmen wie auf einer starken Verminderung der Ausgaben. Dadurch wurde es möglich, die Subvention des Aktionskomitees um 5500.— Ji zu verringern.