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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 392

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 392 (sequence 392)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476272--3422-3479563
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— 392 — Leistungen, die das jüdische Volk für den Zionismus auf sieh genommen hat. sind ein Ruhmesblatt in der Geschichte der jüdischen Selbsthilfe und — ein Schuldbrief, die ungeheuren Verpflichtungen; die uns obliegen, mit viel größern Kräften und mit viel großem Mitteln zu erfüllen. Die zionistische Organisation und ihre Institutionen (1907-1909) (Organisatorisch-administrativer Teil) I. Allgemeines Die innere Entwicklang der zionistischen Organisation in der Berichtszeit war eine gesunde. Nach den Wirrnissen und Stürmen der vorhergehenden Jahre, die die Organisation an manchen Stellen nicht unbeträchtlich geschwächt hatten, ist eine Periode der Sammlung eingetreten, die allenthalben dazu benutzt wurde, die Organisation auszubauen, zu vergrößern und zu vertiefen. i. Die finanzielle Lage In den einzelnen Ländern wurde fast überall eine straffere Zentralisation der Organisationen durchgeführt. Die Berichte der Landesorganisation verzeichnen fast ausnahmslos ein Anwachsen der Zahl der Vereine und der Sehekelzahlei\ In fast allen Berichten kehrt aber auch die Klage wieder, daß durch Mangel an geeigneten Kräften und verfügbaren Mitteln die Möglichkeiten .der Propaganda bei weitem nicht voll ausgenutzt werden konnten. Die Einnahmen der Landesorganisationenen reichen durch wegnicht aus, um die Kosten einer größern Propaganda zu bestreiten. Wenn auch die Organisationen diese Schwierigkeiten im allgemeinen verhältnismäßig gut überwunden haben, so kann sich doch eine vorausschauende Politik dem Eindruck nicht verschließen, daß eine Kräftigung der Mittel der Landesorganisation unbedingtes Erfordernis ist, wenn man nicht will, daß die Propaganda ins Stocken und die organisatorische Entwicklung der Bewegung damit in Stagnation gerät. Bei dem großen Umfang, den die zionistischen Sammlungen allmählich angenommen gaben, ist es begreiflich, daß für rein administrative Zwecke nicht viel mehr übrig bleibt. Ganz natürlicherweise ist die Gebefreudigkeit für solche mehr abstrakten Zwecke, wie die Kosten der Organisation, der Bureauunterhaltung usw. nicht so groß, wie der Eifer, mit dem man sich der Sammlung für konkrete Dinge widmet. Demgegenüber gewinnt der Umstand, daß es uns in diesem Jahre zum ersten Male gelungen ist, den Etat in Einnahmen und

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