Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 177

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 177 (sequence 177)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
99% known words query
IRI
…/3476254-3476272--3207-3479348
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 177 — 1 217 000 Frs., im Jahre 1906 2 683 000 Frs., im Jahre 1907 etwas weniger. Damals war der bekannte Run, wo man die Einlagen herausgezogen, hat. Es blieben aber noch 2 500 000 Frs. übrig. Im Jahre 1908 betrugen die Depots 2 292 000 Frs., im Jahre 1909 4 481 000 Frs. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Nun, meine Verehrten, muß ich zur Ergänzung dieses Bildes die Summen nennen, die die Bank in Geschäften in Palästina investiert hat. Diese sind folgendermaßen: Im Jahre 1904 waren es rund 1300 000 Frs., 1905 1 900 000 Frs., im Jahre 1906 4 151000 Frs., im Jahre 1908 5 200 000 Frs., im Jahre 1909 6 181 000 Frs. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Meine Verehrten! Sie sehen also aus diesem Bilde folgendes: Die Investierungen der Bank gehen in aufsteigender Bahn, immer höher und höher, in ganz regelmäßig anwachsender Linie; in einer viel schnelleren Linie gehen die Einlagen der Bank. Je nach den Einlagen gestalten sich die Schulden beim J. C. T. Wenn die Einlagen sehr groß werden, braucht sie eben gar kein Geld mehr, ein Fall, der heuer passiert ist, wo sie alle Schulden an den J. C. T. abgezahlt hat. Der Export und Import in Palästina standen vor 20 Jahren auf einem Niveau von je 5 Millionen Frs. Dieser Betrag war vor 5 Jahren 12 Millionen Frs. Er beträgt jetzt ca. 25 Millionen Frs. Es haben sich also in den letzten Jahren der Export und Import fast verdoppelt. (Lebhafter Beifall.) Ich möchte nicht durchaus sagen, in welcher Proportionalität die Vergrößerung des Handels der Existenz der A. P. C. zuzuschreiben ist. Daß ein Teil von der A. P. C. abhängig ist, ist zweifellos, und kein geringerer als ein Direktor der Banque Imperiale Ottomane sagte mir, das die Vergrößerung des Exports und Imports zum großen Teil der A. P. C. zu verdanken ist. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Es ist eine bekannte nationalökonomische Tatsache, daß Länder mit einer in der Entwicklung begriffenen Agrikultur und einer schwachen Industrie am Anfang sehr viel Geld brauchen, daß nachher etwas Geld ins Land kommt, und wenn nachher die Industrie sich anfängt zu entwickeln, wieder sehr viel Geld von außen verlangt wird. Diese Tatsache trifft bei allen Agrikulturländern zu. Noch mehr müssen wir dies bei Palästina betrachten, wo es viel schwerer ist, Geld von außen zu bekommen. Mit dieser Tatsache müssen wir rechnen. Momentan ist die Position die: Der Export hat sich vergrößert. Es kommt etwas Geld ins Land. Dadurch werden die Einlagen vergrößert. Ich glaube, daß die Einlagen der A. P. G. größer sind, als sämtliche Einlagen sämtlicher Banken in Palästina. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Sobald — und das wollen wir hoffen — noch anderes Leben nach Palästina kommt, werden auch Industrie und Handel kommen. Dann stehen wir plötzlich vor einem ganz gewaltigen Bedarf an Finanzen, und 12

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.