Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 173 (sequence 173)
- Language
- German, English, Hebrew
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Händeklatschen.) Diese Pflanzung, die den Namen Goldberg-Hain erhalten hat und von dem Kolonisten Voslinski in Chedera geleitet wird, enthält zirka 1100 Ölbäume, die bereits veredelt sind. Die weitere Arbeit des Vereins Ölbaumspende stockte dann dadurch, daß die Verhandlangen über ein für die Anpflanzung des Herzlwaldes geeignetes Terrain sich sehr in die Länge zogen. Nachdem im Frühjahr 1908 in der Nähe der jüdischen Seifenfabrik „Athid" in Beth-Arif bei Lydda eine Baumschule angelegt worden war, wurde im Herbst 1908 mit dem Jüdischen Nationalfonds ein Vertrag geschlossen, wonach derselbe sein von der Bahn Jaffa— Jerusalem durchschnittenes, in der Nähe der Bahnstation Sejed gelegenes Terrain Hulda, das 1973 Dunam umfaßt, dem Verein Ölbaumspende auf zweimal 49 Jahre verpachtet. Auf dem Terrain wurde im Frühjahr 1909 eine Baumschule angelegt und mit 7000 Olivenstecklingen besetzt. Zugleich wurde auf dem bisher unbewohnten Boden mit einem Kostenaufwande von zirka 17 000Frcs. ein Gebäude errichtet, das, auf einer Anhöhe gelegen, in orientalischem Stile gehalten und von der Bahnstrecke aus weithin sichtbar ist. In Hulda soll der Herzlwald entstehen, der auf zirka 1500 Dunam etwa 15 000 Olivenbäume und mehrere tausend andere Fruchtbäume enthalten wird. Die Anhöhe, auf welcher das Haus steht, wird gärtnerischen Schmuck und eine parkartige Ausstattung bekommen, und das ganze Terrain soll von breiten Alleen durchschnitten werden. Mit der Grabung eines Brunnens in der Nähe des Gebäudes ist bereits begonnen worden. Der Wald wird in einzelne Haine von je 1000 Bäumen, die Haine wieder in Gärten von je 100 Bäumen geteilt werden. Ein Buch, in welchem die einzelnen Haine, Gärten und # Baumreihen verzeichnet sind, wird die Namen der Spender von Ölbäumen in der Weise angeben, daß jeder Spender den mit seiner Gabe gepflanzten Baum auffinden kann. Es sind in Hulda alle Vorkehrungen getroffen worden, um im Frühjahr 1910 die ersten 3000 Ölbäume anzupflanzen. In den Jahren 1911 und 1912 sollen dann weitere je 6000 Bäume eingepflanzt werden, so daß die Anpflanzung des ganzen Herzlwaldes im Jahre 1912 beendet sein wird. Auf den nicht zur Anpflanzung von Bäumen verwendeten zirka 400 Dunam wird Futter für das in der Wirtschaft gehaltene Zugvieh angebaut werden. Die Pflanzung steht unter der Leitung des Herrn Louis Brisch in Hulda. Eine dritte Pflanzung wird auf dem Lande des Jüdischen Nationalfonds in Beth-Arif bei Lydda -(Bahnstation der Strecke Jaffa—Jerusalem) angelegt werden. Dieses Land umfaßt zirka 2200 Dunam. Es war bisher an die Ackerbauschule Kiriath Sefer verpachtet, welche auf dem Terrain ein Schulgebäude, Stallungen und einen großen Hof errichtet hatte. Nachdem im Herbst 1909