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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 151

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 151 (sequence 151)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 151 — gewiß auch gleichzeitig eine befriedigende Lösung erhalten. Dadurch ist die erste wichtigste Grundlage geschaffen. Dazu kommt das zweite Moment. In einem Rechtsstaate, wo die Bürgschaften des Gesetzes an die Stelle der Willkür treten, fallen diejenigen Vorzüge, die mit der dem Ausländer in dem betreffenden Lande eigenen Protektion verbunden sind, vollständig weg. Unsere Kolonisten werden mit Freuden die ottomanische. Staatsangehörigkeit erwerben, und werden formelle Eigentümer ihrer Besitze sein und als solche fungieren können. Schließlich werden, in nicht weit abgerückter Zeit, auch die Bodengesetze reformiert werden müssen, so daß die Tätigkeit einer Kolonisationsgesellschaft, wie Bebauung, Anlage von Pflanzungen, Parzellierung usw., nicht mehr auf die frühern Schwierigkeiten stoßen wird, die übrigens doch immer zu überwinden waren. Bei solchen Verhältnissen ist es gerade an der Zeit, uns für diesen Moment auszurüsten, damit wir rechtzeitig an die Arbeit, die unserer so lange harrt, herantreten. Andere Institute haben sich schon dazu gerüstet und der Regierung Gesuche für solche Gründungen eingereicht. Uber eine größere entsprechende Gründung, der Banque Nationale de Turquie, wird schon Näheres in der Presse mitgeteilt. Es kann doch keinem Zweifel unterliegen, daß, wenn wir nur eine gesunde Kreditbasis schaffen, unsere ganze kolonisatorische Arbeit gesünder und leichter gehen wird, als jetzt. Ich will hier nur manches andeuten. Ein solches Institut hätte den reichern Leuten die Möglichkeit gegeben, Besitze leichter zu erwerben, sie dann zu erweitern, zu kolonisieren usw. Den Leuten mit mittlem und kleinen Mitteln hätte es die Möglichkeit gegeben, mit viel kleinern Summen und allmählich sich eine Wirtschaft zu schaffen. Es hätte ihnen die Schwierigkeiten, die mit den allgemeinen Bedürfnissen einer Siedlung verbunden sind, weggenommen oder wesentlich erleichtert. Für die Arbeiter hätte es erstens Arbeitsmöglichkeit geschaffen, dann durch die Errichtung von Arbeitshäusern, Leihkassen, x^rbeiterparzellen in den Kolonien und neben den Städten die Existenzbedingungen grundsätzlich geändert und vielen die Möglichkeit gegeben, mit der Zeit selbständige Kolonisten zu werden. Ein neues, gesundes Leben wäre hervorgerufen, zum Wohle des bodenlosen Volkes und des knapp besetzten Landes. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Dies waren die Gedanken,, die mich bewogen haben, in der Konferenz des Großen A. G., im März 1909, den Vorschlag zu unterbreiten, eine spezielle Kommission zum Studium und zu vorbereitenden Arbeiten zu wählen. Die Konferenz teilte in ihrer Mehrzahl diese Ideen und hat den Vorschlag angenommen. Die Kommission hat ihre Aufgabe nach allen Richtungen hin zu erfüllen gesucht. Der Bodenkredit und die Ansiedlungspolitik in

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