Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 405 (sequence 403)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 405 — Del. Dr. Rosenbaum: Ich kann die Wahl nicht annehmen. Präs.: Sie werden uns doch keine Hindernisse machen., Del. Dr. Rosenbaum: Das ist eine persönliche Sache. Präs.: Herr Rosenbaum verzichtet, ich bitte einen anderen Namen vorzuschlagen. (Rufe: Bielkowski!) Es wird vorgeschlagen Professor Bielkowski. Wer dafür ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Angenommen. Del. Dr. Daiches: Ich möchte beantragen, daß zu den drei gewählten Juristen noch ein englischer Rechtsanwalt hinzugefügt werde, denn die Kenntnis des englischen Gesetzes ist absolut notwendig, um sich eine Meinung zu bilden über die Aussichten des Prozesses. Es hat keinen Zweck, daß wir nominell den Beschluß des Kongresses ausführen und drei Anwälte wählen, welche, wenn sie auch in Deutschland tüchtig sind, doch nicht dieselbe Erfahrung haben, wie ein in England studierter Rechtsanwalt. Ich schlage Mr. Bentwich vor, damit wir Aussicht haben, den Prozeß zu gewinnen. Präs.: Herr Dr. Daiches, wir tun nichts ohne unseren Rechtsanwalt. Del. Dr. Daiches: Ich bitte den Kongreß zu befragen. Präs.: Das ist eine Sache des A. C. und der Kongreß hat beschlossen, drei Rechtsanwälte mit dieser Frage zu betrauen; wir werden jedoch Ihre Anregung, wenn es möglich ist, berücksichtigen. Del. Dr. Rosenbaum: Geehrter Kongreß! Bei der Wahl der englischen Mitglieder des A. C. habe ich um das Wort gebeten, konnte dasselbe jedoch bis jetzt nicht erhalten. Als zum erstenmaal über Herrn Greenberg abgestimmt wurde, hat der Herr Präsident diese Abstimmung nicht für definitiv erklärt und zwar mit dem Bemerken, weil eine Differenz von einigen wenigen Stimmen war. Er hat aber nicht gesagt, ob diese Differenz zugunsten oder Ungunsten des Herrn Greenberg war. Er hat es iedenfalls für notwendig gefunden, die Stimmen zu zählen und hat gesagt, wenn eine Differenz von 40 oder 50 Stimmen vorhanden sei, habe man Klarheit. Bei der zweiten Abstimmung kam auf wunderbare Weise eine Differenz von 50 Stimmen zum Viors^hein. (Lärm und Widerspruch.) Präs.: Herr Rosenbaum, ich will Ihnen eine Erklärung geben, welche alle weiteren Erörterungen gegenstandslos macht. Es ist mir ein Irrtum unterlaufen. Man hat mir 99 gegen 77 Stimmen angegeben und ich habe verstanden 99 gegen 97. Deshalb habe ich nochmals abstimmen lassen. De facto war aber das Stimmenverhältnis 99:77. Del. Dr. Daiches: Zur Geschäftsordnung! Präs.: Ich habe Ihnen schon einmal erklärt, daß es keinen Antrag geben kann, weil der Kongreß beschlossen hat, drei Anwälte zu wählen. Del. Dr. Daiches: Und ich beantragte einen vierten, um den Prozeß mit Aussicht auf Erfolg zu führen. Präs.: Das Wort hat Herr Struck. Del. Hermann Struck: Hochgeehrter Kongreß! Erlauben Sie mir, unserm verehrten Präsidium in Ihrer aller Namen den herzlichsten Dank auszusprechen für seine unparteiische