Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 333 (sequence 331)
- Language
- German, English, Hebrew
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/ — 333 — städtischen und ländlichen Boden zu kaufen und zu verkaufen, zu parzellieren, zu pachten, zu verpachten und zu ameliorieren." Darin ist alles enthalten. Es handelt sich um eine sehr ernste Angelegenheit und deshalb, meine verehrten Damen und Herren, richte ich die Bitte an Sie, nehmen Sie diesen Antrag einstimmig an. Ich bin überzeugt, daß er gute Früchte tragen wird. (Beifall.) Del. Dr. Heymann: Von denjenigen Herren, die in der Kommission für den Kommissionsantrag gestimmt haben, erklären sich die Herren Ussischkin, Böhm Aind ich mit dem eben verlesenen Antrage einverstanden und bitten Sie, dafür zu stimmen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Boruchow: Ich bitte um das Wort! Präs. Wolffsohn: Ich bitte um Ihren Namen! Del. Boruchow: Boruchow! Präs. Wolffsohn: Ich bitte! Del. Boruchow: Ich schlage Ihnen eine kleine Aenderung vor und zwar die, statt deß Wortes ,.empfiehlt" zu setzen: „beauftragt". (Zustimmung.) Präs. Wolffsohn: Herr Boruchow, wenn Sie die Sache überlegen, so werden Sie sich sagen, daß das nur eine Höflichkeitsformel ist. Der Kongreß „befiehlt" nicht. (Del. Boruchow: Beauftragt!) Der Kongreß befiehlt nicht, weil der Kongreß höflich ist. (Lebhafte Heiterkeit.) In der Sache kommt es genau auf dasselbe heraus. Del. Boruchow: Das sagte ich ja gar nicht. Ich sagte: der Kongreß „beauftragt" und nicht „befiehlt". Präs. Wolffsohn: Herr Boruchow, wir wollen darüber keine Debatte führen. Del. Boruchow: Sie sagen: der Kongreß „empfiehlt" und ich sage: der Kongreß „beauftragt". Präs. Wolffsohn: Ich werde zuerst über den Antrag Tschlenow- Katzenelsohn-Kann-Warburg, den Sie soeben gehört ' haben, abstimmen. Wird gewünscht, daß der Antrag ins Russische übersetzt werde? (Rufe: Ja!) Dann bitte ich Herrn Dr. Tschlenow, den Antrag zuerst noch einmal deutsch zu verlesen und dann ins Russische zu übersetzen. Del. Dr. Tschlenow (wiederholt den Antrag und übersetzt ihn sodann ins Russische). Del. Dr. Daiches: Das ist falsch übersetzt! Präs. Wolffsohn: Herr Dr. Daiches, das nächstemal können Sie übersetzen! (Lebhafte Heiterkeit.) Del. Baker (übersetzt den Antrag ins Englische). Präs. Wolffsohn: Sie haben den Antrag gehört. Wer für diesen Antrag ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe! (Nach einer Pause): Hat jemand dagegen gestimmt? (Allseitige Rufe: Nein!) Keiner! (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich bitte nun Punkt 5 zu verlesen. Del. Dr. Heymann: Punkt 5 unseres Antrages lautet (liest): „Der Kongreß beauftragt das Palästinaressort, den Bildungsanstalten in Palästina seine besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden und zu trachten, für deren Zwecke einen besonderen Fonds zu schaffen. Er beauftragt ferner das Palästinaressort, für die Entwicklung einer hebräischen Mittelschule in Palästina Sorge zu tragen." Präs. Wolffsohn: Es liegt noch eine Resolution zu Punkt 5 vor. Del. Dr. Heymann: Auch zu diesem Punkt liegt seitens der palästinensischen Herren eine Resolution vor, welche lautet: