Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 330 (sequence 328)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 330 — wünscht, daß dieses Institut ein Teil der A. P. C. sein soll. Das wünschen wir auch. Nachdem aber in der Kürze der Zeit eine Einigung über die technischen Details mit den Direktoren der J. C. T. und A. P. C. unmöglich geworden ist, hat sich keine Klarheit darüber ergeben, ob es nicht technisch und nicht juristisch, aber praktisch möglich sein wird, dieses Institut der A. P. C. anzugliedern. Wir lassen daher die Möglichkeit offen, dieses Institut entweder selbständig oder als Teil der A. P. C. zu schaffen, drücken aber den Wunsch aus, daß, soweit dies möglich ist, dieses Institut einen Teil der A. P. C. bilde. Das ist der erste Punkt, wodurch wir uns von Dr. Tschlenpw unterscheiden. Der zweite Punkt ist der, daß Dr. Tschlenow nur ein Kreditinstitut schaffen will. Das wollen wir auch. Aber wir wollen diesem Kreditinstitute weitere Vollmachten geben. Wir wollen ihm ermöglichen, städtischen und ländlichen Boden zu parzellieren und sämtliche Transaktionen mit diesem Terrain vorzunehmen, die überhaupt durchführbar sind. Das bezweckt der Wortlaut unseres Antrages: „zu kaufen und zu verkaufen, zu pachten und zu verpachten und zu bebauen". Ich halte es für angebracht, wenn man dem A. C. und unseren Behörden den Auftrag gibt, ein derartiges Institut zu gründen, daß man die Statuten nicht zu eng faßt, sondern diesem unserm neuen Instrument die Möglichkeit, der freien Bewegung läßt. Ich glaube, der Kongreß wird gut tun, wenn er unsern Antrag annimmt und nicht den Antrag Tschlenow. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen. — Rufe: Abstimmen!) . Del. Dr. Katzenelsolm: Meine verehrten Kongreßmitglieder! Ich möchte Sie aus rein technischen und rein praktischen Gründen bitten, daß Sie sich dem Antrage Tschlenow anschließen. Wie Sie schon gehört haben, hat sich in der Palästina-Kommission nach einer recht langen Debatte herausgestellt, daß vollständige Stimmengleichheit vorhanden war, nämlich zwölf gegen zwölf Stimmen. ' - ■ Nun möchte ich erklären, um was es sich hier handelt. Wenn man ein Institut hat wie die A. P. C, das alle diese Operationen, die wir von ihr verlangen, machen kann und in seinen Statuten die Möglichkeit hat, es zu tun, so hat es keinen richtigen Zweck, eine neue Gesellschaft zu gründen, die genau dasselbe machen soll. Sie müssen folgendes bedenken: Wenn wir daran gehen, eine neue Gesellschaft zu gründen, so wird längere Zeit vergehen, bis wir dazu kommen. Wir werden dann neue Statuten und ein neues Direktorium haben und es werden dadurch viel größere Unkosten sich ergeben. Und ich glaube, das wäre ein vollständig zweckloses Unternehmen. Was alle wollen, ist, daß etwas geschehen soll, und dann hat es keinen Zweck, daß wir es aufschieben, indem wir neue Statuten ausarbeiten und eine neue Gesellschaft gründen, wobei jedenfalls noch viele Jahre vergehen werden. Der Wunsch, der die Herren geleitet hat, war folgender: Sie wollten auch Privatkapitalien heranziehen, und ich glaube, Sie versichern zu können, daß ein solcher Weg sich sehr leicht finden wird. Es handelt sich hier nur um die Technik, und ich glaube, wenn man gute Juristen heranziehen wird, deren wir unter uns eine genügende Anzahl haben, werden wir leicht einen Modus finden, unter welchem die A. P. C. nicht nur für eigenes Geld diese Operationen machen kann, sondern auch für fremdes Geld. Seien Sie praktisch und real und -unternehmen Sie die Sache durch dieses Institut und schieben Sie sie nicht hinaus, durch eine neue Institution, wodurch wieder viele Jahre vergehen werden. Del. Usisehkin: Ich bitte Sie, unbedingt den Antrag der Kommission anzunehmen. Wir haben keine Versicherung, daß die Herren Direktoren der A. P. C. wirklich eine Agrarbank schaffen werden. Daher wollen wir freie Hand haben, um selbständig eine solche Institution gründen zu können. Und darum müssen wir den Antrag der Kommission annehmen.