Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 327 (sequence 325)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 327 — Präs. Wolffsolm: Einen Moment! Es liegt ein Irrtum vor. Herr Professor Warburg teilt mir eben mit, daß Sie diesen Zusatz im eigenen Namen und nicht im Namen der Palästina-Kommission gestellt haben, das ist etwas anderes. (Zwischenrufe seitens des Del. Dr. Daiches.) Präs. Wolffsolm: Was wünschen Sie, Herr Dr. Daiches? Del. Dr. Daiches: Wir wollen wissen, was das bedeutet und wie das ausgelegt werden kann. Dei. Dr. Heymann: Meine Herren! Herr Prof. Warburg hat sich mit dem Zusätze: „Sofern sie nicht für andere Zwecke bestimmt sind" einverstanden erklärt. Ich finde die Fassung: „sofern sie nicht für andere Zwecke bestimmt sind" furchtbar unklar. (So ist es!) Ich stelle daher in meinem Namen den Antrag, noch hineinzusetzen: „und ausdrücklich für bestimmte andere Zweck e". (Lebhafter Widerspruch.) Nur dann hat die Sache einen Sinn. Es handelt sich um folgendes: Gestern, nachdem die Resolutionen der Palästina-Kommission bereits gedruckt hier vorlagen, sind Zweifel darüber aufgetaucht, wie das mit den Einnahmen sein solle, ... Präs. Wolffsolm: Herr Dr. Heymann! Del. Dr. Heymann: — Einen Augenblick! Es dient zur Aufklärung —, die ausdrücklich für bestimmte andere Zwecke bestimmt sind. Da wurde von Herrn Prof. Warburg gesagt, daß selbstverständlich gemeint sei, daß diese Einnahmen ausgesondert würden und nicht in die 25 Prozent-Verrechnung hineinkommen. Der Ausdruck: „sofern sie nicht für andere Zwecke bestimmt sind" ist aber so unklar gefaßt, daß, wenn die Resolution in dieser Form angenommen wird, der ganze Punkt 2 gar keinen Zweck hat und ich mich gezwungen sehen würde, dagegen zu stimmen. (Sehr richtig! — Widerspruch.) Del. Dr. Daiches: Ich möchte beantragen, daß wir jetzt über die ursprüngliche Fassung abstimmen, da der Kongreß keine Zeit hat, jetzt darüber schlüssig zu werden. Präs. Wolffsolm: Das geht nicht, Herr Dr. Daiches. Del. Böhm: Meine Herren! Herr Prof. Warburg hat eine andere Stilisierung vorgeschlagen, welche viel klarer ist. Danach soll es heißen: „w enn sie nicht für andere bestimmte Zwecke gegeben worden sin d". (Zustimmung. — Del. Dr. Daiches: Das ist dasselbe!) Nein, das ist nicht dasselbe. jPräs. Wolffsolm: Herr Dr. Daiches, Sie können doch nicht verlangen, daß, wenn jemand für einen anderen Zweck etwas gespendet hat, das für die Palästina-Kommission genommen werde. Del. Dr. Daiches: Das ist aber selbstverständlich. Del. Böhm: Das ist nicht selbstverständlich. Herr Prof. Warburg sagt nichts anderes, als daß Gelder, die für bestimmte Zwecke gespendet und an die Kolonialbank geschickt werden, nur diesen Zwecken zuzuführen sind und nicht in diese Rechnung hineinkommen. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Nur war die Fassung bis jetzt unklar. Und wenn Sie die Stilisierung annehmen: „sofern sie nicht für bestimmte Zwecke gegeben worden sind" oder „gespendet worden sind", so ist die Sache vollkommen geklärt. Herr Prof. Warburg will Ihnen diese neue Stilisierung vorschlagen. Del. Dr. Daiches: Meine Damen und Herren! Ich glaube, der Antrag, wie er jetzt gefaßt ist, enthält einen Pleonasmus, denn es ist selbstverständlich, daß Gelder, die für andere Zwecke bestimmt sind, nicht dem Palästinaressort zugewendet werden können, das verursacht nur Verwirrung. Ich beantrage daher, bei der ursprünglichen Fassung zu bleiben. Präs. Wolff söhn: Sie haben Herrn Böhm nicht verstanden und ich ersuche Herrn Böhm, die Sache nochmals zu erklären. . Del. Böhm: Herr Dr. Daiches hat mich mißverstanden. Hier steht: