Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 160 (sequence 158)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 160 — Fläche arbeiten, und nach dem Gesetze der parallelen Kräfte sollte sich eine Resultante bilden, die nach Zion, nach Palästina führt. Und von den materiellen Kräften sollte der J. C, ,T. — die Jüdische Kolonialbank — die Hauptkraft bilden. Es sollte ein Finanzinstitut sein, das; uns sozusagen die Heizkraft, die Kohle für unsere Bewegung" liefern sollte. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Meine Damen und Herren! Nachdem wir jetzt ungefähr acht Jahre dieses Institut haben, dürften Sie mir wohl in ganz kurzen Worten einen Rückblick gestatten. Sie werden es mir nicht verdenken, wenn ich Sie hier weder mit Zahlen noch mit Daten beschäftigen werde. Dafür haben wir unsere Generalversammlung, welche Mittwoch stattfindet, in der wir alle Einzelheiten genau durchsprechen und über alle geschäftlichen Angelegenheiten diskutieren werden. Hier handelt es sich nur um die Prinzipien der Bank und zugleich darum, mit einigen Worten die allgemeine Lage zu beleuchten. Diese ist wohl im allgemeinen ziemlich bekannt Die Entwicklung der Bank nimmt einen sicheren, ruhigen Verlauf. Es ist eine aufsteigende Linie in ihrer Tätigkeit und Entwicklung zu konstatieren, und wenn diese Linie manchem auch etwas langsam erscheint und wir von Herzen gewünscht hätten, daß dieses Tempo ein schnelleres werde, so kann dies doch nur dann geschehen, wenn unsere Freunde, die Zionisten in der ganzen Welt, für unser Institut nicht nur ein platonisches Interesse bekunden, sondern auch mit Taten eingreifen und mehr Depots in die Bank legen, um sie zu dem Institut zu machen, das wir erwartet haben. (Lebhafte Zustimmung.) Ich glaube kaum, Ihnen erst sagen zu müssen, daß das Direktorium stets' die bekannten Worte Herzls beherzigte: daß wir da wie ein ängstlicher, fürsorglicher Familienvater zu Werke gehen müssen. Und ich muß sagen, daß wir eher zu ängstlich als zu kühn in der Sache vorgehen. Unser Endziel ist nicht das einer Dividendenbank, die den Profit austeilt, sondern der Hauptzweck besteht darin, unsere Kapitalien sicher anzulegen, und sobald der richtige Moment kommt, diese zu verwenden, sie in Bereitschaft zu haben. Und in dieser Beziehung kann ich Sie versichern, daß alles geschehen ist, um die Kapitalien der Bank stets in Sicherheit und mobil zu haben, um sie im nötigen Moment verwenden zu können. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Nun möchte ich noch auf ein Tätigkeitsgebiet der Bank zurückkommen, und das betrifft unsere Tochteranstalt, die Anglo-Palestine Company, die, wie ich hier mit Freuden konstatieren möchte, eine sehr schnelle und sehr schöne Ent-