Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 303 (sequence 301)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 303 — Vizepräsident Dr. Marmorek: Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause.) Die Enbloc-Abstimmung ist angenommen. (Zwischenrufe und Unruhe.) Ich bitte um Ruhe. Wir schreiten jetzt zur Abstimmung selbst. Diejenigen Delegierten, die für die vorgeschlagene Liste sind, bitte ich, die Hand zu erheben. Schriftführer Temkin gibt die russische, Schriftführer Baker die englische Uebersetzung. (Die Abstimmung erfolgt.) Vizepräsident Dr. Marmorek: Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe wird vorgenommen.) Die Liste ist angenommen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Herr Temkin hat das Wort zti einer persönlichen Bemerkung. Del. Temkin spricht russisch. Schriftführer Weizmann (übersetzt): Herr Temkin erklärt, dass er nicht imstande ist, ein Mandat anzunehmen. Vizepräsident Dr. Marmorek: Ich bitte den Herrn Temkin, darauf Rücksicht zu nehmen, dass wir diesen Verzicht nicht annehmen können, sondern verlangen, dass er dem an ihn ergangenen Rufe Folge leiste. Berichterstatter Dr. Hantke: Für England schlägt der Permanenzausschuss folgende Pierren vor: Josef Co wen, Sir Francis Montefiore, Dr. Dreyfuss, Mr. Moser und Dr, Weizmann. Vizepräsident Dr. Marmorek: Ich möchte bloss zur Kenntnis des Kongresses bringen, dass die Herren, die vom Permanenzausschusse vorgeschlagen worden sind, nicht genau diejenigen sind, die von der Landsmannschaft vorgeschlagen wurden. Ferner möchte ich zur Kenntnis des Kongresses bringen, dass die Landsmannschaft bloss vier Mitglieder vorgeschlagen hat, der Permanenzausschuss aber fünf. Ich überlasse es dem Kongress, über das Vorgehen des Permanenzausschusses zu urteilen. Berichterstatter Dr. Hantke: Als Berichterstatter des Permanenzausschusses muss ich hierauf folgendes erwidern: Zunächst ist der Permanenzausschuss, wie bei sämtlichen Kongressen festgestellt worden ist, an das Votum der Landsmannschaften nicht gebunden, denn sonst wäre der Permanenzausschuss nichts als ein Bote der Landsmannschaften. Ausserdem kann sich der Permanenzausschuss nicht an ein Votum der Landsmannschaften binden, wenn verschiedene Voten vor-