Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 279 (sequence 277)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3476254-3476268--2489-3478628- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Dr. M arg u lies, Dr. Reich, Dr. Lew in, J. Neu fach, Dr. Mühs a m, Prilutzky, Scheinkin, A r i a s, Dr. Frank, Dr. Pereire- Mendes, Clarence de Sola, S. K u r o n s k i, Mauzen, Benensohn, Boruchsohn, Gitis, Kaplan, Marmor, Feinmann, Bass, Kolker, Rabb. Rabin owitz, Stanislaw, Sun in, Askotsky, Brisker, Fenster, Lurje, Benisson, Schapiro, Rappaport, Weiss, Feinbaum, Goldin, Zrubamel, Klapmann, Benkenblüth, Zackheim, Perlmann, Saltzmann, Philipp Rosenstein, Prof. Dr. Warburg, Joffe, Jerubabel, Joseph Kahan, Julius Simon, Scheuer, Dr. B r a u d e. Präsident Dr. Nordan: Während diese Herren die Generalredner wählen, können wir einige Anträge erledigen, die hoffentlich keinen Widerspruch erregen werden. Der erste Antrag ist der von Herrn Dr. Werner, betreffend die Einsetzung einer statistisch-volkswirtschaftlichen Kommission. Der Antrag lautet: „Der Kongress beschliesst, für die jüdische Statistik und die volkswirtschaftlichen Fragen der Judenheit eine. Kommission einzusetzen. Als solche bestellt er den jedesmaligen Vorstand des Verbandes für Statistik der Juden und die Mitglieder des von letzterem geleiteten Bureaus für Statistik der Juden. Die statistisch-volkswirtschaftliche Kommission wird mit einer Jahresdotation von 3000 Mark ausgestattet." Vizepräsident Wolffsohn: Geehrter Kongress! Ich möchte ganz entschieden davor warnen, dass wir hier Kommissionen einsetzen und dafür Beträge bestimmen. Nachdem möglicherweise das Geld dazu nicht vorhanden ist, machen wir uns damit nur lächerlich. Wir wählen eine Kommission nach der anderen, bewilligen jeder Kommission Geldmittel, ohne auch nur eine Ahnung zu haben, wieviel wir in einem Jahre ausgeben dürfen. Wenn die Sache auch noch so dringend ist, möchte ich Sie sehr bitten, noch ein Jahr damit zu warten, weil wir dann, wenn wir ein geordnetes Budget haben, übersehen können, ob wir das bewilligen können oder nicht. Es hat aber keinen Zweck, etwas zu bewilligen, wenn wir nicht wissen, ob wir es ausführen können. Del. Dr. Jacobsolm spricht russisch. Del. Oskar Marmorek: Ich halte die statistischen Arbeiten für das Wichtigste, was" wir zu machen haben. Sie sind die Basis für unsere fernere Tätigkeit. Ich halte darum diesen Antrag für sehr wichtig. Andererseits bin ich als gewesener Finanzminister des A. C. mir sehr wohl bewusst, wie schwierig" es ist, für alle Anforderungen entsprechende Bedeckung zu schaffen. Aus diesem Grunde möchte ich Sie bitten, um die Sache nicht wieder auf mindestens zwei Jahre zu verschieben, diesen Vorschlag dem A. C. zur eingehenden Prüfung und möglichsten Berücksichtigung zuzuweisen. Schriftführer Dr. Jacobsolln übersetzt diesen Antrag ins Russische. Präsident Dr. Nordau: Wer für den Vorschlag des Herrn Marmorek ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag des Herrn Marmorek ist angenommen. Die amerikanischen Delegierten ersuchen mich um Mitteilung folgender Zuschrift (liest): „Der Kongress möge von der brüderlichen Botschaft der Grossloge No. 2 der freien Söhne Israels, worin die guten Dienste und die moralische wie finanzielle Unterstützung dieser Organisation zur Gewinnung einer Heimat für das jüdische Volk dem Kongress angeboten werden, zur Kenntnis nehmen und seinen Dank der genannten Organisation ausdrücken. Der Kongress gibt sich der Hoffnung hin, dass auch andere brüderliche Organisationen in den