Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 247 (sequence 245)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 247 — Präsident: Das ist ein tatsächlicher Irrtum. Ueber die 6 Generalredner ist der Kongress hinweggegangen, indem er den Antrag Ussischk i n - Dr. M a r m o r e [k annahm und damit diesen Teil der Palästina-Angelegenheit erledigte. "Wir haben weder die Möglichkeit, noch einen Grund, eine Diskussion darüber zu eröffnen. Jetzt kann ich bloss zum Antrage des Herrn Prof. Warburg, betreffend die Wahl einer Palästinakommissiony das Wort erteilen. Del. Prilutzky (spricht russisch). Del. Dr. Jacobsohn (übersetzend): Herr Prilutzky meint, dass der Vorschlag des Herrn Prof. Warburg innig verbunden sei mit dem Berichte des Organisationskomitees. Darum glaubt er, dass über ihn nicht jetzt abzustimmen sei, sondern in Verbindung mit dem Beschlüsse über die Organisationsfrage.- Del. Aleinikow (spricht russisch). Del. Dr. Weizniann (übersetzend): Herr Aleinikow unterstützt den Antrag des Herrn Prilutzky, dass die Diskussion sowie die Abstimmung über den Bericht der Palästinakommission erst bis zu dem Zeitpunkte aufgeschoben werde, wo man über die Organisationsfrage im klaren sein wird. Präsident Dr. Nordau: Herr Prof. War bürg ist damit einverstanden, dass die Wahl der Palästinakommission gleichzeitig mit den anderen Kommissionswahlen stattfinde. Unter^ diesen Umständen hat eine weitere Diskussion darüber keinen Zweck. Del. Dr. Weizmann (gibt die russische Uebersetzung). Bei. Barbasch: Sie wissen, dass der vorige Kongress für die jüdische Mädchenschule in Jaffa, die vom Odessaer Komitee errichtet wurde, und sich seither sehr entwickelt hat, 2000 Frcs. bewilligt hat. Ich möchte Sie bitten, dass auch der heutige Kongress für diese Mädchenschule einen jährlichen Beitrag von 2000 Frcs. beisteuere. Del. Dr. Jacobsohn (gibt die russische Uebersetzung). Del. Dr. Heymann: Ich bitte, das, was der Redner sprach, nochmals sagen zu lassen, da man nichts verstanden hat. Präsident Dr. Nordau: Es handelt sich um die Bewilligung jährlicher 2000 Francs für die jüdische Mädchenschule in Jaffa. Wer für diesen Antrag ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Gegenprobe! (Nach einer' Pause.) Angenommen. Damit ist die Palästinaangelegenheit erledigt. Herr Dr. Werner hat zu einem Antrage das Wort. Del. Dr. Werner: Hoher Kongress! Ich möchte Sie ganz kurz bitten, den Antrag, den ich Ihnen jetzt in meinem und im Namen Dr. Heinrich Loewes vorzulegen die Ehre habe, anzunehmen. Es handelt sich um eine Pflichtversäumnis, die wir bisher begangen haben, indem wir den Reisen nach Palästina von zionistischer Seite gar keine Aufmerksamkeit geschenkt haben. (Beifall.) Ich glaube, es wäre Pflicht von uns Zionisten, uns wenigstens das Land anzusehen, für welches wir so viele Opfer zu bringen bereit sind. Ich stelle deshalb in meinem Namen und in dem des Herrn Dr. Loewe folgenden Antrag (liest): „Der Kongress beauftragt das A. C, eine Kommission zur Veran-