Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 223 (sequence 221)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476268--2433-3478572- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
schein die Ueberzeugung verschafft, dass die Bank mit der Verwaltung und den Angelegenheiten des Nationalfonds sehr viel Arbeit und Spesen hatte. Während der genannten Sammelperiode haben wir ausser den Nationalfondsmarken, dem Goldenen Buch und sonstigen Spenden eine Anzahl neuer Sammlungsmöglichkeiten, wie Sammelbüchsen, Sammelbögen, Oelbaumspenden, eingeführt und werden in kürzester Zeit noch die im Drucke befindlichen Telegrammblankette und Marken im Werte von i Frc. — i K 40 Kopeken usw. folgen lassen. Eine der wichtigsten Quellen aber, die uns in den Stand setzen soll, die Einkünfte des Nationalfonds nicht nur zu heben, sondern ,auch dauernd und regelmässig zu gestalten, kann und wird nur durch die Selbstbesteuerung erschlossen werden. Dieses neue Mittel zur Stärkung des Nationalfonds ist jetzt ebenfalls eingeführt und zeigt für die kurze Zeit eine ziemlich gute .Entwicklung. Mit diesen verschiedenen Hilfsmitteln ausgestattet, hat jeder Sammler die Möglichkeit, in jeder Gesellschaftsklasse und sbei jeder Gelegenheit in passender Form für den Nationalfonds <zu wirken. Wir haben nicht ermangelt, diese neuen Hilfsmittel durch Artikel in den Zeitungen und durch Briefe an die verschiedenen Landeszentralen und Vertrauensmänner bekanntzugeben und wie überhaupt im allgemeinen die Propaganda für den Nationalfonds wachzuhalten. Trotzdem sind die Sammlungen, wie aus den Tabellen zu ersehen ist, anstatt kräftig zuzunehmen, wie wir am letzten Kongress alle mit Zuversicht gehofft haben, gegen die erste Periode, wie schon erwähnt, in manchen Ländern sogar noch zurückgegangen. Diese ^bedauerliche Tatsache wird zum Teile durch zwei Umstände erklärt. Es sind dies der russisch-japanische Krieg und der Ugandastreit. Der russisch-japanische Krieg und die Verschlechterung der russischen Verhältnisse im allgemeinen haben nicht nur das "Gros der russischen Juden hart getroffen und ihre Leistungsfähigkeit stark vermindert, sondern es gingen uns auch die besten Sammler aus der russischen Intelligenz für diese Zeit verloren, weil sie ihren Militärpflichten nachkommen mussten. Infolge der verstärkten Auswanderung der Juden aus Russland während dieser Periode sind zum Teil auch die Juden ausserhalb Russlands materiell ziemlich stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Divergenzen über das Ostafrikaprojekt haben eben-