Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 205 (sequence 203)
- Language
- German, English, Hebrew
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- Tunis 1× ep/1048155
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— 205 — wärtigen Sie sich doch' den schnellen Aufschwung von Aegypten, Cypern, Algier, Tunis nach Beseitigung der administrativen und juristischen Hindernisse; ja selbst an den noch heute türkischen Gebieten Samos und Libanon können Sie erkennen, dass schon die Einführung einiger weniger grundlegender Reformen genügt, jenen herrlichen Ländern des Orients die alte Blüte wieder zu geben. Meine Herren, ein besseres und für die Juden geeigneteres Siedlungsgebiet als Palästina finden wir so leicht nicht (Lebhafter Beifall und Händeklatschen), nur müssen wir arbeiten, Geld sammeln und Geduld haben, wollen wir zum Ziel unserer Wünsche gelangen. (Stürmischer, sich immer wieder erneuernder Beifall und Händeklatschen.) Vielleicht ist es mir erlaubt, im Anschluss hieran eine kleine Anregung vorzubringen, die mit dem Andenken unseres verstorbenen Führers eng zusammenhängt. Wir hatten nämlich die Idee, dass an einem hervorragenden, auch geschichtlich wichtigen Orte in Palästina unserem verstorbenen Führer ein Gedenkplatz gestiftet werden möchte. Wie Sie wissen, liegen die rechtlichen Verhältnisse momentan so, dass es schwer, ja beinahe unmöglich ist, Gelder aus dem Nationalfonds für den Ankauf von Land in Palästina zu erwirken. Für die Frage des Landkaufes in diesem Falle würde aber von anderer Seite leicht gesorgt werden können. Hier handelt es sich nicht um den Landkauf, sondern darum, in welcher Form man das Land benutzt. Meine Damen und Herren! Wir von der Palästina-Kommission glauben, dass es kein besseres Andenken an einen lebenden Menschen, an einen verstorbenen Menschen, überhaupt für den Menschen gibt, als lebende Wälder, ein lebender Oelbaumwald, der dauernd daran erinnert. Sie werden von der Oelbaumspende genug gehört haben und wissen, dass zu einem Oelbaumwald etwa ioooo Oelbäume gehören, die eine Summe von ca. 60000 Mark erfordern. Nun dachten wir folgendermassen: Wenn die Delegierten der einzelnen Ortsgruppen, die hier anwesend sind, sich verpflichten, d. h. die moralische Verpflichtung übernehmen, in ihrer Ortsgruppe in diesem Winter für diese Oelbaumspende zu sammeln und je nach der Grösse und Wohlhabenheit, seien es 50, seien es 100 Oelbäume, zu schaffem so würde das genügen, mit 100—200 Ortsgruppen innerhalb eines Jahres diesen grossen Oelbaumwald, ein herrliches Zeugnis für unsern lieben verstorbenen Führer, zu schaffen. . Ich will also eine Liste auflegen, auf welcher sich die einzelnen Delegierten für ihre Ortsgruppen für eine bestimmte Anzahl Bäume verpflichten. Später würde natürlich die Ein-