Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 193 (sequence 191)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 193 — nehmungen zu Ende zu führen in der Lage war. Grossenteils lag dies zwar in .der Natur der Sache, indem es sich um langwierige Arbeiten handelte, teilweise war es aber auch eine Folge der finanziellen Lage der Kommission, indem sie leider nur zwei Fünftel 'der als Minimum bewilligten Summe in den beiden Jaliren erhielt, da die bis auf den letzten Monat überaus spärlich einlaufenden Schekelgelder kaum zur Deckung der unentbehrlichen laufenden Bedürfnisse des Aktionskomitees hinreichten, so dass für die Palästina-Kommission nichts übrig blieb. So lähmend auch die finanzielle Unsicherheit der Palästina- Kommission auf ihre Tätigkeit einwirkte, so arbeitete sie doch weiter, in der jetzt auch eingetroffenen Erwartung, dass durch den Kongress die Schekelgelder wieder reichlicher fliessen würden. Freilich mussten zu unserem Leidwesen die Arbeiten eingeschränkt werden, und manches recht Wichtige wurde nicht in Angriff genommen, wodurch wir erreichten, mit nur drei Viertel der für unsere Arbeiten ausgesetzten Minimalsumme auszukommen. Dass dies kein gesunder Zustand ist, braucht nicht erst bewiesen zu werden; es wäre ausserordentlich wünschenswert, wenn sich ein Modus finden Hesse, welcher die Arbeiten der Kommission von dem zufälligen Einlauf der Schekelgelder unabhängig machte. Hoffen wir, dass entweder der Kongress ein solches Mittel ausfindig macht, oder dass wenigstens die Schekelgelder in der Zukunft so überreich fliessen werden, dass sich ein Stauwerk damit füllen lässt, aus dem die Palästina- Kommission für ihre Arbeiten einen, wenn auch bescheidenen, so doch sichern Zufluss erhält. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Berichterstatter Dr. Soskin: Meine Damen und Herren! Hochgeehrte Versammlung! Nachdem Herr Professor Warburg in seinen einleitenden Worten im allgemeinen über die Prinzipien sich ausgesprochen hat, die der Tätigkeit unserer Kommission zugrunde liegen, werde ich mir gestatten, im nachfolgenden einen detaillierten Bericht über die Arbeiten der Kommission zur Erforschung Palästinas für die Zeit vom letzten Kongress an bis jetzt vorzulegen. Wenn wir auch als eine Kommission zur Erforschung Palästinas eingesetzt wurden, so zeigte doch die Arbeit selbst, dass die theoretische Erforschungsarbeit allein ohne Rücksichtnahme auf die wirtschaftlichen Bedürfnisse des Landes unmöglich war. Die wissenschaftlichen Arbeiten, die unsere Kommission unternahm, hatten darum meist eine wirtschaftliche Begründung und Unterlage. Nach diesen einleitenden Bemerkungen gestatte ich mir