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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 63

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 63 (sequence 61)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 63 — kanisehen Hochländer ist, besitzt Kaiser grosse Erfahrungen in bezug auf die ostafrikanischen Hochländer nicht nur in Folge einer mit Dr. Schöller und Dr. Schilling gemeinschaftlich ausgeführten Expedition in das afrika^ nische Seengebiet, sondern besonders auch durch eine längere Reise mit dem berühmten Afrikaforscher Prof. Schweinfurth in die Hochländer von Eryithraea bei Abessinien; da er sich ausserdem viele Jahre lang als Forschungsreisender in Aegypten und auf der Sinai-Halbinsel aufgehalten hat, so besitzt er auch gute Kenntnisse der wirtschaftlichen Verhältnisse arider resp. bewässerbarer Gegenden, während er andererseits in seiner mehrjährigen Stellung als wissenschaftlicher Beirat der deutschen Nordwest-Kamerun-Gesellschaft auch mit der Produktionsfähigkeit des Wald- und Sawannengebietes Afrikas sich hinreichend vertraut gemacht hat. Schliesslich bemühten wir uns noch, als freiwilligen Begleiter einen Zionisten und Kenner der jüdischen Bevölkerung Osteuropas (Gelächter. — Widerspruch bei einem Teil der Delegierten.), das heisst des für eine eventuelle Kolonisation hauptsächlich in Betracht kommenden Elementes, der Expedition beizugesellen. Wir hätten am liebsten als solchen einen praktischen Landwirt mitgesandt; ein solcher war aber in der Kürze der Zeit nicht zu erlangen, d. h. wenigstens niemand, der sofort abkömmlich war und auch sonst den Anforderungen einer solchen Expedition entsprochen hätte. Unsere Wahl fiel deshalb auf einen Ingenieur, Herrn N. Wilbuschewitsch-, einen Russen, der selbst auf dem Lande aufgewachsen, sowrohl als Sohn eines Mühlenbesitzers als auch infolge seines Studiums besondere Erfahrung bezüglich der Wasserkräfte besitzt; auch hat er durch die Niederschrift der Ergebnisse einer technischen Studienreise nach Palästina hinreichend dokumentiert, dass er imstande ist, die vielen zerstreuten Eindrücke einer Expertise zu einem abgerundeten Gesamtbild zusammenzufassen. Seine Aufgabe war speziell, die technischen Fragen und Industriemöglichkelten des in Betracht kommenden Gebietes zu studieren. Wenn die Schlussfolgerungen seines Berichtes in manchen Punkten von Major Gibbons beanstandet wurden, so handelt es sich dabei doch nur um solche Fragen allgemeiner Natur, welche der eigentlichen Kompetenz von Herrn Wilbuschewitsch nicht unterlagen; die Tatsachen und Schlüsse seines, die technischen Verhältnisse behandelnden Be^ richtes bleiben jedenfalls in vollem Umfange bestehen, und wir können ihm nur dankbar sein, dass er uns so wertvolle Bereicherungen und Vervollständigungen der Ergebnisse dieser Expedition gebracht hat. (Beifall.)

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