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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 15

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 15 (sequence 13)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 15 — Dr. Alex. Marmorek: Als Beisitzer werden vorgeschlagen die Herren Dr. O. Kokesch, Dr. Tschlenow. Prof. War bürg, Dr. Harry Friedenwald, Jakobus Kann, Dr. Jassinowsky?S. Pineles, Gustav G. Cohen, Dr. Edmund Worms er, Clarencede Sola und Dr. Feiice Raven na. (Beifall.) Ich bitte um Verzeihung, es ist mir ein Schreibfehler passiert. An erster Stelle der vorgeschlagenen Liste soll es heissen: Ingenieur Ussischkin. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen. — Lebhafter Widerspruch, Lärm und Pfeifen.) Präsident Dr. Nordaii: Ich bitte um Ruhe und ersuche, die Verhandlung nicht zu unterbrechen. Herr Dr. Kokesch hat das Wort. Dr. Kokesch: Hoher Kongress! Der Permanenzausschuss hat mir die Ehre zuteil werden lassen, mich als Beisitzer im Präsidium vorzuschlagen. Nachdem ich jedoch dem engern Aktionskomitee angehöre, halte ich das für imkompatibel und bitte von meiner Wahl als Beisitzer abzusehen. Präsident Dr. Nordau: Der Antrag betr. die Wahl der Beisitzer ist angenommen. (Neuerlicher Lärm und Widerspruch.) Wenn Sie wünschen, dass ich den Vorsitz erspriesslich führe, müssen Sie mir Gelegenheit geben, gehört zu werden. Meine Stimme ist ohnehin krank. Wenn Sie mich zwingen, fortwährend mit äusserster Heftigkeit zu schreien, wird meine Stimme voraussichtlich nach der ersten Sitzung niederbrechen, und ich werde dann mit dem besten Willen nicht in der Lage sein, dem Vertrauen, das Sie mir entgegengebracht haben, zu entsprechen. Das beste Mittel, ruhig, zweckdienlich und fruchtbar zu verhandeln, ist, dass Sie fortwährende Stille beobachten und jedem Redner ermöglichen, das, was er zu sagen hat, ohne Widerstand, ohne aufgereizt zu werden, ruhig vorzutragen. Wir gewinnen die Llälfte der Zeit, wenn Sie es sich abgewinnen können, mit Ruhe dem jeweiligen Redner zuzuhören. Nach dieser Bemerkung gestatten Sie mir, zu erwähnen, dass eine Anzahl Delegierter gegen die Annahme en bloc der Vorschläge des Permanenzausschusses Einspruch erhebt. Ich erlaube mir zu bemerken, dass nach meinem Eindruck eine Abstimmung kein anderes Ergebnis liefern würde als der Zuruf. Das einzige, was Sie erreichen würden, wenn Sie darauf beständen, dass die iVnträge nicht en bloc sondern durch Abstimmung erledigt werden, wäre, dass wir ungeheuer viel Zeit verlören. Es ist von der Stelle aus, auf der ich stehe, kein Zweifel, dass die Abstimmung kein anderes Ergebnis haben würde als der Zuruf. Möglicherweise könnte sich gegen einen oder den anderen Namen eine kleine Minderheit zusammenfinden, aber an dem Ergebnis würde nichts geändert werden. (Beifall und Händeklatschen — Lärm.) Geehrte Versammlung! Wenn Sie es mir unmöglich machen, in Ruhe die Verhandlung zu leiten, lege ich den Vorsitz nieder. (Grosse Unruhe und Zwischenrufe.) Ich wiederhole Ihnen: Wenn Sie mich zwingen, nicht zu sprechen, sondern zu brüllen, werde ich nicht in der Lage sein, auch nur eine halbe Stunde den Vorsitz zu führen. Verzeihen Sie, wenn ich dies wiederhole. Um allen gerecht zu werden, halte ich es für richtig, dass die Liste der zu ernennenden Vorstandsmitglieder nochmals vorgelesen werde. Bei jedem einzelnen Namen werden Sie sich zu äussern haben, ob Sie ihn an- ' nehmen oder nicht. Wenn bei einem Namen heftig protestiert würde, würden •wir zur Abstimmung über diesen Namen schreiten. (Zustimmung.)

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