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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 333

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 333 (sequence 334)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476266--2177-3478315
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— 333 — Das ist entschieden ein falsches Verfahren. Meiner Ansicht nach ist hier folgender einzige Ausweg möglich: Die Nominierung seitens des Permanenzausschusses betreffend den Herrn, der nur 16 Stimmen erhalten hat, ist als nichtig zu erklären und dafür der Herr, der 127 Stimmen auf sich' vereinigte, auf die Liste zu setzen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Dr. Marinorek: Verehrter Kongress! Gegenüber den Ausführungen des Herrn Syrkin erlaube ich mir folgendes festzustellen: in § 23 unseres Organisationsstatutes heisst es (liest): „Der Wahl von Mitgliedern in das grosse A.-C. durch den Kongress soll die Vorlage des Personalvorschlages der Landes-Organisation (Federation) vorausgehen." Das ist geschehen. Es ist Usus — und Herr Syrkin wird mir, der ich in diesen Dingen leider schon eine grosse Erfahrung habe — glauben, dass im Permanenzausschusse alle Wahlen besprochen werden. (Del. Syrkin: Wenn das in dem Statute hier vorgesehen ist, dann ist es nicht Usus!) Wenn das nicht wäre, Herr Dr. S y r k i; n, dann wäre die Rolle des Permanenzausschusses nichtig, dann wäre er bloss eine Körperschaft, die Schriftstücke entgegenzunehmen hat. (Del. Dr. Syrkin: Das ist er auch in gewisser Beziehung!) Was geschieht aber? Die Herren von der russischen Landsmannschaft, welche so sehr darauf bestehen, dass ihre Liste nicht angetastet wird, sind immer die ersten, die die Liste anderer kritisieren und — mit Recht — auch ändern. (Lärm.) Del. Dr. Heinrich Löwe: Wir Deutsche hätten es auch so gemacht, wir lassen unsere Liste auch nicht antasten! (Andauernder Lärm.) Vizepräs. Dr. Nordau: Ich werde über die einzelnen Namen abstimmen lassen. (Beifall und Lärm.) Del. Dr. Syrkin: Dann sollen bloss die Russen darüber abstimmen! (Lebhafter Widerspruch. — Rufe: Sie haben auch bei uns mitgestimmt!) Del. Dr. Marmcrek: Der erste Name lautet: . . . (Stürmische, langanhaltende Unterbrechungen.) Präs. Dr. Herzl (den Vorsitz übernehmend): Wollen Sie vor allem die Freundlichkeit haben, die leeren Ecken des Saales auszufüllen und die Qänge freizuhalten, dann werden wir weiter reden. (Nach einer Pause:) So weit ich sehe, handelt es sich um folgendes: Es wird dem Kongress ein Wahlvorschlag gemacht vom Permanenzausschuss und einer von der russischen Landsmannschaft. Wir haben bisher die Gepflogenheit gehabt, die Vorschläge von den Landsmannschaften beeinflussen zu lassen, und ich werde, um diese tumultarische Abstimmung abzukürzen, einfach versuchen, beide zum Worte kommen zu lassen, sowohl die Landsmannschaften, wie den Permanenzausschuss. Ich glaube, das ist der Ausweg. Der Kongress wird dann entscheiden, welchen Vorschlag er akzeptieren will, den Vorschlag für Pussland von den russischen Landsmannschaften oder den Vorschlag vom Permanenzausschuss, der Vertreter aller Landsmannschaften enthält. (Lärm.) Lassen Sie mich doch ausreden. Ich kann nicht annehmen, dass irgend jemand hier im Saale ein Interesse daran hat, einen M.isston in den nahe bevorstehenden Schluss unseres Kongresses hineinzubringen, Warten Sie ab, ob das, was ich tun will, eine unbillige Sache ist, bevor Sie protestieren. Ich werde, da es sich eigentlich um eine.....(Grosser Lärm.) Del. Borucho: Im Interesse der Gerechtigkeit appelliere ich an Sie! Die Ausländer majorisieren die russische Landsmannschaft und nun soll einer gewählt werden, der -nur 16 Stimmen hat, statt einem mit über 100 Stimmen. (Fortdauernder Lärm.)

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