Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 253 (sequence 254)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 253 — Resume. Gestatten Sie mir, Ihnen ein kurzes Besinne über den Erfolg der Sammlungen in dieser Zeit zu geben. Es ist bis jetzt ungefähr der zehnte Teil des Betrages erreicht worden, den der Kongress als Mindestsumme aufstellte, um an die Verwendung des ISTationalfonds schreiten zu können. Wenn jeder Zionist während der Periode vom V. bis zum VI. Kongresse systematisch jede Woche nur einen Kreuzer oder eine Kopeke für den K.-F. gespendet hätte, so müsste der Betrag nach unserer Schätzung viel grösser sein, als derjenige ist, der vom Verkauf der Marken (ohne Goldenes Buch) erzielt wurde. An vielen Orten, wo sich nur einzelne fleissige Arbeiter fanden, ging der Verkauf der Marken sehr gut von statten und es muss konstatiert werden, dass sieh Juden, wenn sie auch keine Zionisten waren, bei gelegentlichen Sammlungen selten ausgeschlossen hatten! (Beifall.) Wenn man dann bedenkt, dass bei einer einigermassen intensiven Agitation für den ISTationalfonds wir bis jetzt ein Mehrfaches der ausgewiesenen Summe leicht hätten erreichen können, so müssen wir unser Bedauern ausdrücken, dass die meisten Landsmannschaften trotz unserer vielfachen Anregungen und öfteren Aufforderungen die Idee und Bedeutung des K.-F. nicht in geeigneter Weise verbreitet und populär gemacht haben. Es ist viel über den IST.-F. gesprochen und theoreVisiert, aber leider nicht in entsprechendem Masse praktisch gearbeitet worden. In Bussland z. B. kommen auf jeden Kopf der jüdischen Bevölkerung für den Zeitraum von 19 Monaten 2 Kopeken als Gesamtbeitrag für den jüdischen IST.-F. (das ist inklusive der Spenden für das Goldene Buch). Wir müssen dabei anerkennen, dass an einzelnen Punkten sehr fleissig gearbeitet wurde, dort blieb auch der Erfolg nicht aus. Ich vermeide es, mich in eine Kritik der einzelnen Länder einzulassen. Die tabellarische Zusammenstellung zeigt, in welchen Ländern fleissig gearbeitet wurde, und wenn jemand die Zahl der jüdischen Bevölkerung mit dem Ergebnis der Sammlungen für den X.-F. des betreffenden Landes vergleicht, wird er auch leicht die Agitationstätigkeit der betreffenden Landeszentrale selbst ermessen können. Aus den in einzelnen Distrikten gesammelten Erfahrungen kann mit Sicherheit angenommen werden, dass bei systematischer und andauernder Arbeit für den K.-F. zumindest das Zehnfache des jetzigen Besultates jährlich erzielt werden kann. Das Ideal der Beteiligung des jüdischen Volkes an den Spenden für den Kationalfonds wäre freilich, dass auf jeden Juden durchschnittlich pro Woche mindestens 1 Kreuzer, 1 Kopeke etc. entfällt. Wir hätten dann, angenommen die Gesamtzahl des jüdischen Volkes mit zirka 12 000 000, zirka 12 000 000 Francs