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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 29

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 29 (sequence 30)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476266--1873-3478011
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— 29 — und -Propaganda bedeutungsvoll und hat auch das Erwachen jüdischer: Lob.gns und die lokalen jüdischen Interessen gefördert Durch Lan&es- Konferenzen, Distriktstage usw. ist ein grosses Feld für die Betätigung zionistischer Arbeitslust geschaffen worden. Dass die ruhige, zielbewusste Wahrnehmung jüdischer Interessen auch die Achtung und Anerkennung der Mchtjuden findet, beweist ein eklatantes Vorkommnis, das sich in Südafrika zugetragen hat. In Kapstadt war nach dem Kriege eine grosse Zahl von Juden, aus Kussland und Rumänien stammend, angesammelt, welche in die ehemaligen Burenstaaten, in denen sie früher Arbeit und Erwerb gefunden hatten, nicht zurückkehren konnten, weil die Konsuln ihrer Geburtsländer ihnen das durch das Kriegsrecht geforderte Passvisum nicht erteilen wollten oder konnten. Da übertrug der Highcommissioner Lord Milner, um dieser Kalamität ein Ende zu machen, dem Präsidenten der zionistischen Federation von Südafrika, Mr. S. Goldreich in Johannesburg, das Kecht zur Erteilung des Passvisums (Stürmischer Beifall.), und zur Ausübung aller jener Funktionen, die sonst einem Konsul obliegen (Lebhafter Beifall und 'Händeklatschen.) für alle jene Juden, die ihre Heimat Zuständigkeit sonst nicht nachweisen können. (Beifall.) Die Institution funktioniert seit mehr als einem Jahre zur vollen Zufriedenheit aller beteiligten Faktoren. (Lebhafter Beifall.) Das Aktions-Comite setzte in dieser Funktionsperiode die Bestrebungen zur Erlangung eines Charters fort. Zweimal begab sich im "Verlaufe des letzten Jahres der Präsident des A.-C. auf Einladung Sr. Majestät des Sultans nach Konstantinopel, jedesmal begleitet von einem der Funktionäre der Jüdischen Kolonialbank. Daselbst fanden eingehende Besprechungen mit den von Sr. Majestät hierzu designierten Staatsmännern und Würdenträgern statt. Jedoch gelangten diese Beratungen jedesmal nur bis zu einem gewissen Punkte, über den vorläufig nicht hinwegzukommen war, so dass die Verhandlungen als resultatios abgebrochen werden mussten. Doch sind die Beziehungen unserer Repräsentanten zum türkischen Hofe derartige geblieben, dass der Wiederaufnahme der Verhandlungen im gegebenen Augenblicke nichts im Wege steht. Da Türkiseh-Palästina sich als vorläufig für die Juden unerreichbar erwies, hat sieh das A.-C. veranlasst gesehen, seine Aufmerksamkeit jenem Teile des Vaterlandes unserer Vorfahren zuzuwenden, welches gegenwärtig einen Teil Aegyptens bildet. Die Verhandlungen, welche mit den kompetenten Faktoren gepflogen wurden, führten zur Entsendung einer Kommission von Fachmännern, welche den Landstrich zwischen dem Suezkanal und dem heutigen Türkiseh- Palästina kennen lernen und studieren, seine Besiedelungsfähigkeit and die Bedingungen der Besiedlung konstatieren sollte. Die Kommission bestand aus Fachmännern der verschiedensten in Betracht kom-

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