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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 373

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 373 (sequence 373)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476264--1747-3477884
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373 Meiner Ansicht nach hat Herr Dr. Farbstein, wie schon in seiner ersten Rede, die er als Referent des Bankauschusses, also eines von Ihnen gewählten Ausschusses^ gehalten hat, die Frage auf das richtige Terrain placiert. Es handelt sich für den Congress darum, zu der Frage Stellung zu nehmen, ob die Oolonialbank das finanzielle Instrument des politischen Zionismus auch weiterhin ist und zu sein hat, wie es in den früheren Erklärungen und Aufrufen bezeichnet worden ist, die wir vor der Einrichtung dieser Anstalt verlautbart haben. Herr Dr. Farbstein hat mit Recht auf die Worte hingewiesen, die ich auf dem dritten Congresse gesprochen habe. Wenn er es nicht gethan hätte — und ich möchte bei dieser Gelegenheit constatieren, dass er es gethan hat, ohne da ss ich ihn darauf aufmerksam gemacht habe, denn ich war angenehm überrascht davon, dass er diese Stelle gefunden hat — so hätte ich im Verlaufe des Congresses es thun müssen. Für eine finanzielle Unternehmung, welche sich mit Geschäften da oder dort, mit Wechselescompte, oder ich weiss nicht, mit welchen Placements beschäftigt, hätte weder ich noch die Mehrzahl meiner Freunde auch nur einen Finger gerührt. Denn mit solchen Sachen haben wir in unserem gewöhnliehen Leben nichts zu thun, womit ich durchaus nichts gegen die absolute Respectabilität solcher Unternehmungen und Geschäfte gesagt haben will. Aber so wie nicht jeder ein Maler oder Bildhauer oder Schuster ist, so ist auch nicht jeder ein Financier. Wir sind keine Financiers und haben infolge dessen auch gar kein Interesse gehabt, ein Finanzinstitut an sich ins Leben zu rufen. Ebensowenig sind wir sogenannte praktische oder Colonisations- oder Chowewe Zion- Zionisten, sondern wir haben, wie aus allen unseren früheren Erklärungen hervorgeht, die — ich glaube es sagen zu dürfen — es vertragen, dass sie auch nach Jahren nebeneinander gestellt werden, deutlich unseren Standpunkt präcisiert. Herr Dr. Farbstein, den ich für einen Oppositionsredner gehalten habe, bevor ich seine Worte gehört hatte, hat mich daher angenehm überrascht, als er selbst meine eigenen Worte citierte, auf die es thatsächlich in diesem Falle ankommt. Er ist auf die Wurzel zurückgegangen und hat festgestellt, wozu dieses Unternehmen begründet worden ist, über dessen erste Schritte Sie sich heute zu Erschliessungen aufraffen, und in dem Antrage, den er vorgelegt hat, zieht er geschäftsordnungsmässig und wie es in einem Vertretungskörper möglich ist, die Conclusionen. Während nämlich damals der Zweck angegeben worden ist, gibt er jetzt dem Congresse die Mittel an die Hand, sich darüber auszusprechen, ob den damaligen Erklärungen und Wünschen Rechnung getragen werden soll oder nicht. Damit ist das erste Terrain für die Abstimmung geschaffen. Ich schliesse mich also ebenfalls der Ansicht des Herrn Dr. Bernstein- Kohan an, dass diesem Antrage, welcher das Terrain klärt und abgrenzt, der Vorrang vor allen anderen Anträgen gebürt. Nachdem das Resultat in Ihrer Abstimmung darüber vorliegen wird, wird es möglich sein, auf die anderen Anträge einzugehen. Del. Üssischkin: Ich bitte um das Wort!

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