Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 266 (sequence 266)
- Language
- German, English, Hebrew
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266 Die Idee zur Gründung eines Jüdischen Nationalfonds wurde bekanntlieh schon auf dem I. Gongresse von unserem verewigten Freunde Prof. Schapira angeregt. Seit dieser Zeit hat sich das Actions-Comite mit dieser Frage eingehend beschäftigt und durch Veröffentlichung eines Artikels in Nr. 32 der „Welt" vom 12. August 1900 die Aufmerksamkeit der Gesinnungsgenossen abermals auf diese Frage gelenkt. Zweck. Der Jüdische Nationalfonds soll ein unantastbares Vermögen des jüdischen Volkes sein, das erst in dem Zeitpunkte, wo eine vom Congresse zu bestimmende Höhe erzielt worden ist (etwa 200.000 Pf. St.), ausschliesslich nur zum Landkaufe in Palästina und Syrien verwendet werden darf. Die Verwendung des Fonds ist in der Weise gedacht, dass die Hälfte der genannten Summe für Landankauf verwendet werden kann, während die andere Hälfte verzinst werden muss. Weiterhin kann (muss aber nicht) immer nur die Hälfte der jeweiligen jährlich gesammelten Nationalfonds-Gelder zum Landankauf verwendet werden, während die andere Hälfte und die gesammten Zinsen insolange unantastbar bleiben müssen, bis eine Colonisation im grossen möglich ist. In keinem Falle, auch nicht in dem letztbezeichneten, darf der Jüdische Nationalfonds ganz erschöpft werden. Die Summe von wenigstens 100.000 Pf. St. muss immer zurückbleiben, damit der Fonds wieder anwachse. System. Wir wollen nun die Technik des ganzen Systems des Jüdischen Nationalfonds, das aus mehrfachen eingehenden Berathungen des Actions-Comites resultiert, hiermit erläutern. Wie aus beifolgender Abbildung ersichtlich, sind je 10 Marken in einer R.eihe (horizontal) nebeneinander und 30 solcher Reihen übereinander auf einem für diesen Zweck mit Wasserzeichen versehenen Papierbogen in den jüdisch - nationalen Farben Weiss-Blau gedruckt. Jede dieser horizontalen Reihen zu je 10. Marken mit den an der linken Seite anhaftenden Talons bildet für sich unabhängig ein ganzes System. Die Talons erhalten die Serienbezeichnung und die laufende Nummer der Reihen. 100 solcher Blätter werden in einem Buche gebunden, mit einer Schnur am Rücken durchgezogen und diese mit einer Plombe versiegelt. Wert oder Preis der Marken. Jede Marke soll der kleinsten gangbaren Münze eines jeden Landes, in dem Juden leben, entsprechen, etwa