Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 33)
- Language
- German, English, Hebrew
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33 selben sind jedoch nielit anwesend, ich kann daher die Debatte nicht eröffnen und gebe Herrn Pineles das Wort zu einem ergänzenden Berichte über die Situation in Rumänien. Del.Ä Pinelt s\Die Lage der Juden inRumänien bat sich insoferne gebessert, dass die letzte Ernte eine gesegnete war und in viele Schichten der Bevölkerung wiederum Beschäftigung, Erwerb und Wohlstand brachte. Leider kann dies nicht von allen gesagt werden, so dass noch immer die Auswanderung vor sich geht, wenn auch nicht mehr in dem Masse und in der Ueberstürzung wie früher. Die meisten Handwerker, die vor Jahr und Tag ins Ausland giengen, besonders nach den Vereinigten Staaten Nordamerikas und nach Ganada, fanden dort lohnende Beschäftigung, was daraus zu ersehen ist, dass beinahe alle Reisekosten schicken, um ihre Familien kommen zu lassen. Und da die Besserung der Lage der Handwerker in Rumänien auf die Dauer nicht haltbar ist, andererseits, wie Herr Architekt Marmor ek in seinem Berichte bemerkte. Handwerker- und Ruraipolizei-Gesetze bevorstehen, die zum Nachdenken stimmen, ist es nur natürlich, dass diese Bevölkerungsclassen es vorziehen, je eher, das Land zu verlassen, wenn auch momentan ihre Lage sich gebessert hat. Man versuchte, an mehreren Orten die Handwerker und Arbeiter zu organisieren, indem man Gonsumvereiue oder durch das sogenannte Gouponsystem Ersparnisse zu deren Gunsten schaffen wollte. Da aber derlei Einrichtungen bei uns neu sind, trifft man noch auf Schwierigkeiten — indessen hoffen wir auf Erfolg! Unsere zionistische B e w e g u n g hat heuer ein Plus gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, trotz der grossen Auswanderung — aber unsere Emigranten bilden in den neuen Ansiedlungsorten neue zionistische Gruppen, sammein Sehekel, ja beziehen sogar die Zutheiiungsbriefe der J. C/i\ und zahlen ihre Raten nach. Ich hätte noch dem geehrten Gongresse eine Mittheilung zu machen, die den ins Leben zu rufenden Nationalfond betrifft. Von verschiedenen früheren Ghowewe Zion-Vereinen in Rumänien wurde vor einigen Jahren vom „Gomite Palestinien cle Paris" durch das Gentral-Gomite in Galatz ein Terrain jenseits des Jordans gekauft, und darauf ein ä Conto von 22.000 Eres, eingezahlt. Dieser Betrag liegt nun, laut einem mir vor einigen Tagen zugekommenen Briefe aus Paris, zur Disposition der G. Z., da über das Terrain anderweitig verfügt wurde. Ich nehme mir vor, nach dem Gongresse eigens nach Paris zu gehen, um diesen Gegenstand zu regulieren, und hoffe, nachhause zurückgekehrt, von den früheren Ghowewe Zion-Gomites die Automation zu erhalten, die er w ä hnte n 22.000 Eres, u n s e r e m Nationalfond zu übergebe n. Ich übernehme selbstverständlich