Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 27)
- Language
- German, English, Hebrew
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- Minsk 1× ep/1000754
- Odesa 1× ep/1000834
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27 Schaffer (Nordamerika), A. H. II e i c h (Wien), J. Hoc h h aus (Paris), Director Reichenthal (Tyrnau), Schwarzf eld (Rumänien), Dr. Moscowitz (Braila), Carl Herbst (Sofia). S. Veit (Basel), Dr. Malz (Galizien), M. Ussischkin (Ekaterinoslaw), Dr. K o h a n - B e r n - stein (Kischinew), Dr. Bychowski (Warschau), Z. Temkin (Kremenczuk), Leo Paperin (Bialystok), Dr. Sapir (Odessa), Dr. Gutermann (Rostow), J. B e r g e r (Minsk). Vice-Präsident Dr. Nordau: Wünscht jemand zur Form der en-bloc-Abstimmung das Wort zu ergreifen? (Niemand meldet sich.) Es ist nicht der Fall. Diejenigen, welche für die en-bloc-Annahme sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Die Liste ist angenommen. Zur Geschäftsordnung hat Herr Feiwel das Wort. Del. Feiivel: Meine Damen und Herren! Ich habe die Ehre, im Name der österreichischen Landsmannschaft zur Tagesordnung einen Vorschlag zu unterbreiten, von dem ich gehört habe, dass er auch die Sympathien anderer Landsmannschaften gefunden hat. Wir haben die Tagesordnung einer genauen, gründlichen Prüfung unterzogen. Wir haben sie nach Massgabe des Inhalt^ sozusagen mathematisch genau untersucht und sind zur Erkenntnis gekommen, dass ihre derzeitige Zusammensetzung uns in mehreren Punkten zu keinem günstigen Resultat führen wird. So lehrt z. B. ein flüchtiger Blick auf die Sitzung von morgen, die die Fragen der körperlichen, wirtschaftlichen und geistigen Hebung umfasst, dass die Zeit kaum dazu geeignet ist, um" die Referenten ihre Berichte unter gehöriger Aufmerksamkeit des Congresses erledigen zu lassen. Andererseits sind Referate, die für uns von grossem Interesse sind, auf den Schluss der Tagesordnung gesetzt worden, und wir müssen befürchten, dass in der Eile des Schlusses die Kürze der Zeit diesen Referaten zum Schaden gereichen wird. Um die Geschäftsordnungsdebatte nicht allzu ausführlich zu gestalten, will ich ganz kurz resümieren, wie wir die Tagesordnung abgeändert wünschen. Wir möchten als ersten Punkt .der Tagesordnung die Jüdische Colonialbank und dazu — weil wir sowohl nach dem Berichte des Herrn Präsidenten als auch nach dem Rechenschaftsberichte des Actions-Comites annehmen dürfen, dass die Palästinafrage mit in diese Discussion gezogen werden dürfte — die Frage der palästinensischen Colonisation. Als zweiten Punkt möchten wir die Fragen dei wirtschaftlichen, körperlichen und geistigen Hebung sehen und wünschen, dass die Discussion über . die anderen Referate erst begonnen werde, wenn diese zuerst genannten zwei, resp. drei Referate zur Genüge erledigt sind. Da aber die Zeit voraussichtlich nach der jetzigen Zusammenstellung — denn wir haben im ganzen nur drei Tage Zeit — zu knapp sein dürfte, so haben wir beschlossen, an die Congress-Delegierten eindringlich zu appellieren, jede Minute auszunützen. Zu diesem Zwecke beantragen wir, dass von der heutigen Nacht vier Stunden zur Berathung verwendet werden. Ich fasse demnach den Antrag der österreichischen Landsmannschaft, die ich hier vertrete, in folgender Weise zusammen: Wir beantragen als ersten Punkt der Tagesordnung: „Jüdische Colonialbank"; als zweiten: „Palästi-