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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 176

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 176 (sequence 176)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 17(1 — wichtig, dass die Zionisten freies Recht haben sollen, nach Belioben Gruppen zu bilden. Er ist der Meinung, dass der Congress alle zwei Jahre stattfinden solle, denn er hält den Zwischenraum von einem Congresse zum nächsten für zu gering, um das zur Ausführung zu bringen, was beschlossen wird. Del. Nathanson: Meine Damen und Herren! Ich werde von hier aus sprechen. Es wurde uns der ganze Tag geraubt. Gestatten Sie, dass ich nur noch fünf Minuten Ihnen raube, es dürfte vielleicht für unsere weiteren Sitzungen dienlich sein. Um jede Missdeutung zu vermeiden, erkläre ich hier, dass diese Männer, die hier sitzen, die Personificierung der Kraft des Willens, der Aufopferung sind. Diese Männer, die hier sitzen, sind Sterne, die Trost und Hoffnung auf Israel ausstrahlen. Das sind sie für mich. Aber ich kann nicht zusehen, dass bei der Organisations-Debatte kleinlich vorgegangen wird. Die Organisation ist der jüdische Herr. Ich protestiere dagegen, dass über die Organisation nur fünf Minuten gesprochen werden darf, während es anderen Herren gestattet ist, Agitationsreden zu halten; zum Zeichen meines Protestes verzichte ich auf das Wort, und so lange nicht eine ernste Debatte geführt wird — und sollten wir darüber die ganze Nacht verlieren — so lange werde ich auf diesem Congresse das Wort nicht verlangen. (Heifall,) Del. Scheinkin (spricht russisch). Del. Tschlenow (übersetzt): Herr Scheinkin hat Folgendesgesagt: Er schlägt zwei Mittel vor, die er geeignet für die Agitation hält. Er meint, dass den Zionisten die Zustände in Palästina wenig bekannt sind und er schlägt vor, dass die Vereine überall sich Mühe geben, dass Broschüren über Palästina verbreitet werden und dass auch in den Vereinen Vorträge über Palästina gehalten werden. Das Zweite ist, dass die Vereine Delegierte nach Palästina senden sollen, damit diese einen vollständigen Bericht über die Zustände in Palästina erstatten. Frau Professor Gottheil theilt mit, dass die Sammlung S5 Pfund ergeben habe. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Dr. Gaster: Ich komme diesmal im Namen der armen? unglücklichen rumänischen Brüder, den Congress-Mitgliedern und allen, die beigesteuert haben, unseren innigsten Dank auszusprechen. Zugleich benütze ich die Gelegenheit, um festzustellen, dass die Berichte in der Zeitung nicht den Thatsachen entsprechen. So lange — ich darf es sagen — ich in London bin, ist bisher noch kein rumänischer Jude vor Hunger gestorben und soll dies auch nicht geschehen. (Lebhafter Beifall.) Wenn der eine oder andere einem Leiden unterlegen ist — wir wissen es nicht, wir haben ihn nicht auf unserer Liste. Wir suchen für alle zu sorgen, und dadurch, dass Sie uns gehört haben, wird auch die Hilfe für die Armen eine zureichende sein. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Dr. Awinowizki: Geehrte Versammlung! Es unterliegt keinem Zweifel, dass in unserer Bewegung die Agitation das Alpha und Omega zu sein hat, d. h. das Wesen. Wir wissen jetzt nicht, wie die Erlösung aus Aegypten stattfand, ob abgesehen von Gottes Wundern noch etwas das Volk geleistet hat, Vielleicht waren Knechte, die die Freiheit wollten. Wir wissen aber, dass jetzt unter den Juden Antizionisten sind, d. h. solche Knechte, die die Freiheit nicht wollen, denen man das Ohr durchbohrt haben muss» Deswegen müssen wir eine ausgedehnte Agitation haben. Dieselbe kann in zweifacher Weise geübt werden : Durch die Presse und mündlich. Ich will von Russland sprechen. Herr Dr. Bodenheimer hat vorgeschlagen, ein Tagesblatt zum Zwecke der Agitation herauszugeben.

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