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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 165

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 165 (sequence 165)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476262--1237-3477373
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- 165 — während alle übrigen Auslagen von den Mitgliedern der Executive und einigen ihrer Freunde bestritten worden sind. Ich möchte dieses Verfahren jedoch ähnlichen Federationen in anderen Ländern nicht vorschlagen, da meine Erfahrung mich gelehrt, dass manche Vereine, die wenig geben, geradezu ermuthigt werden, noch weniger beizusteuern. Was England betrifft, so darf dreist behauptet werden, dass der Zionismus ziemlich gute Fortschritte macht, obgleich bis jetzt nur unter denen unserer Glaubensgenossen, welche im Auslande geboren sind und etwas über die furchtbaren Leiden wissen, die der Zionismus zu lindern sich vorgesetzt hat. Es muss noch bemerkt werden, dass die Anzahl aus diesem Theile der Jewry, welche sich dem thätigen Zionismus anschliessen sollte, keineswegs den Erwartungen entspricht, die man zu hegen berechtigt wäre, und auf ihnen ruht grossentheils die Verantwortlichkeit des Mangels an thätiger Hilfe von seiten der reicheren. Wenn die „Gassen" ihre Pflicht nicht thun wollen, so sollten die „Massen" sie dessen belehren, und es ist wohl nicht unberechtigt zu erwarten, dass, wenn die Zionisten nach Tausenden zählen, die Schwankenden sich wohl nicht lange von unserer heiligen Sache fern halten würden. Diese Schilderung des Mangels an Anhängern dürfte vielleicht vielen Delegierten, welche der zahlreichen und enthusiastischen ,Versammlung vergangenen Samstag abends beigewohnt haben, eine Ueborraschung sein und als übertrieben vorkommen. Aber nach unserer Erfahrung ist es verhältnismässig leicht „Schreier",, wohl aber äusserst schwer, wirkliche Arbeiter für den Zionismus zu bekommen. Allerhand Ausreden lassen sich hören, wenn man versucht, der Sache auf den Grund zu kommen* warum es so schwierig, »ehrliche Arbeiter» für Gottes Weinberg zu gewinnen. Erfahrung hat uns gelehrt, dass diejenigen, die aufrichtig bestrebt sind, für die gute Sache zu wirken, sich nicht von kleinlichen Erwägungen beeinflussen lassen, und dass die wahren Zionisten unter denen zu linden sind, welche für das Gedeihen unseres glorreichen Zieles wacker arbeiten und nicht nur denen, welche fortwährend kritisiren und über alles, was andere thun, brummen. Ich nehme hier Gelegenheit, nochmals darauf hinzuweisen, dass, obgleich die Verwaltung der Federation und ihre Leistungen hie und da mangelhaft sein mag, doch diejenigen, mit welchen die Federation zu kämpfen hat, grössere Schuld trifft und man sollte erwarten, dass im Angesichte des allgemeinen Feindes» sich keine Aufrührer in unseren Reihen finden. Die Mittheilungen, welche ich oben in wenig Worten' gemacht, sind sicher Beweis genug über den Wert und die Leistungen der Federation. Dass die Constitution oder die Federation sonstwie Fehler haben mag, wollen wir nicht leugnen, und

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