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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 150

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 150 (sequence 150)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— ir>o — der weisesten und erfahrensten Staatsmänner hat zu Schanden werden lassen. - Ich weiss, es gibt reiche und eigennützige Juden, welche leugnen, dass die Judenfrage eine wichtige» ist, und welche anzunehmen scheinen, dass, wenn sie einmal gelegentlich aus ihrem unermesslichen Reichthume eine beträchtliche Summe für wohlthäüge Zwecke hergeben, wenn sie einiges Geld von ihrem Ueberilusse gespendet haben —■ was doch sicherlich kein Opfer ihrerseits darstellt — dass sie nicht nur alle mögliehen Pflichten gegen ihre Stammesgenossen erfüllt haben, sondern sie bilden sich sogar ein, dadurch das Recht erworben zu haben, über ihre weniger glücklichen Brüder zu herrschen. Nun, verehrte Anwesende, ich denke, Sie werden mir beistimmmen, wenn ich erkläre, dass das Benehmen jener Leute unter aller Würde ist. Lassen Sie sich, bitte, niemals von Ihrem Vorhaben durch die Drohungen solcher Leute abbringen. Bedenken Sie, dass Feiglinge und Renegaten niemals im Stande gewesen sind, einer grossen nationalen Bewegung Halt zu gebieten. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Schenken Sie auch, bitte, jenen keine Beachtung, die d;i fälschlich behaupten, Palästina sei ein von Natur ganz unfruchtbares Land, und wenn eine grossere Anzahl Juden hingiengem so könnten sie unmöglich dort leben. Es ist kein wahres Wort an derartigen Behauptungen, die nur von solchen ausgehen, welche die Wahrheit verdunkeln wollen oder aber von solchen, die keinen wahren Einblick in die Sache haben. Ich ersuche Sie dringend, den voreingenommenen, einseitigen Berichten über Palästina keinen Glauben zu schenken. Diese Berichte kommen von Leuten, die nur so kurze Zeit dort gewesen sind, dass sie oHeilbar gar nicht imstande waren, sich ein Grtheil* über so eine wichtige Angelegenheit zu bilden. Ich bitte Sie vielmehr, einem Manne wie Golonel Gondor zu glauben, der jahrelang in Palästina gelebt und dieses Land gründlich kennen gelernt hat. Er erklärt auf das Allerbestimmteste, dass Palästina sehr leicht eine zehnmal stärkere Bevölkerung als die jetzige ernähren könnte. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Die Behauptung, dass dort viel Grund une Boden unbebaut ist, beruht allerdings auf Wahrheit; dieser Zustand kommt aber nicht von einem Mangel im Boden oder Klima, sondern einfach von der Thatsache, dass der Boden seit vielen, vielen Jahren arg vernachlässigt wurde. Jedes andere Land würde unter ähnlichen Verhältnissen wahrscheinlich noch in einem noch viel schlechteren Zustande sein. Ich bin fest überzeugt, dass, wenn uns unsere gerechten Bitten gewährt werden, das gelobte Land bald wieder

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