Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 22)
- Language
- German, English, Hebrew
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_ _ und auf den Gallerien. Rodner wird von allen Seiten beglückwünscht.) Präs. Dr. Ht rzl: Aus allen Ländern sind bereits Begrüssungs- Telegramme einge langt. Diese jetzt zu verlesen, ist unmöglich. Das Secretariat ist eben mit der Sichtung des Einlaufes beschäftigt. Wir werden also diese Zuschriften etwas später zur Kenntnis des Congresses bringen. Jetzt möchte ich Ihnen nur mittheilen, dass wir die Sitzung nun unterbrechen und um \ Uhr nachmittags wieder autnehmen werden, um über die allgemeine Lage der Juden weiter zu discutieren. Ich möchte Ihnen aber bei dieser Gelegenheit eine Mittheilung von allgemeinem Interesse machen. Es betindet sich hier im Congresshause eine sehr interessante Ausstellung von Palästina-Sachen, die ein Engländer, Mr. Neil, für den Congress veranstaltet hat und die er zwischen 3 und i Uhr nachmittags und 8 und \) Uhr abends den Delegierten zu zeigen bereit ist. Die Ausstellung befindet sich oben im grossen Saale, den die russische Landsmannschaft für ihre Berathungen benützte. Ich bitte Sie zum Wiederbeginn der Sitzung um i Uhr pünktlich hier zu sein. Ich sch Ii esse hiermit die Sitzung. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) (Schluss der Sitzung 12 Uhr 15 Min.) 13. Plugust 1900. (llacliniiUags-Siizüng.) Beginn der Sitzung: 4 Uhr. Präs. Dr. Herzl (lebhaft acclamiert): Meine Damen und Herren! Ich möchte Sie, um Zeit zu gewinnen und unseren Berathungen den nüchternen und sachlichen Charakter zu erhalten, den sie haben sollen, bitten, nachdem Sie so freundlich waren, uns zu begrüssen, dies für die Folge zu unterlassen. Jetzt hätte ich noch ein Wort zu sagen, das sich allerdings nicht auf die Vorgänge in diesem Saale, sondern ausserhalb desselben bezieht- Es finden vor unserem Congresshause Strassenreden statt, denen auch unsere Delegierten zuzuhören pflegen und weichen gegenüber sie in dieser oder jener Weise Stellung nehmen. Ich würde Sie bitten — Sie sind Fremde in dieser Stadt — sich von allen solchen Kundgebungen möglichst fernzuhalten; Sie haben im Congresse und in den Commissionen genug zu thun. (Allgemeine Zustimmung.; Der Einlauf ist in diesem Jahre viel grösser, als sn den früheren Congressen, und ich möchte ihn nicht in einzelne Stücke zertheilen,, sondern einen gelegenen Moment wahrnehmen, um den gesammten Einlauf vorzulegen.