Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 140 (sequence 140)
- Language
- German, English, Hebrew
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welcher nachweisbar die GS.403 Francs 45 Centimes übersteigt, vom Congresse herausbezahlt werden müsste. Das ist etwas, was ich, wie Sie begreifen werden, um jeden Preis vermeiden möchte. Ich hoffe, dass diese Erklärung zum Protokolle genügen wird, um, wenn ein Schatten von Misstrauen gegen die Verwaltung bestanden hat, ihn zu zerstreuen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Wir gehen jetzt zur Tagesordnung über, das ist zur Verhandlung über den Bericht der Bank-Commission. Zunächst ertheile ich Herrn Dr. Werner zur Geschäftsordnung das Wort. Del. Dr. Werner- Ich habe gestern an das Präsidium eine Anfrage gerichtet, und das Präsidium hat mir gesagt, dass es dieselbe bei der Bankberathung beantworten wird. Nachdem wir jetzt bei der Bankberathung sind, erlaube ich mir, das Präsidium zu ersuchen, meine Interpellation zu beantworten. Dieselbe hat gelautet: in seiner Eröffnungsrede hat Herr Dr. Herzl uns gesagt, was man als nächstes Ergebnis anstrebe, und hat das in folgender Weise formuliert : Dr. Herzl fragt: Welcher Art soll nun dieses Ergebnis sein? Sagen wir es mit einem Worte : Ein Charter! Erst wenn wir im Besitze eines Charters sind, welcher die nöthigen öffentlich-rechtlichen Sicherheiten enthalten muss, können wir eine grosse, praktische Colonisation beginnen. Für die Gewährung dieses Charters werden wir der türkischen Regierung grosse Vortheiie vermittein. Ich bitte daher Herrn Dr. Herzl um genauere Ausführung, ob dieser Passus eine Verengung unseres Programmes bedeutet, da er uns von einem türkischen Charter spricht, während das Baseler Programm von öffentlich garantierten Hechten spricht, d. i. unter Garantie aller Mächte, oder ob es sich nur darum handelt, das nächste Ziel unserer Bewegung festzustellen. Ich bitte um diese Antwort nicht deswegen, weil ich nicht weiss, dass unser Programm feststeht, wie wir es am L Congresse beschlossen haben, sondern um jeder Missdeutung, die sich daran knüpfen könnte, die Spitze abzubrechen. Vors. Dr. Herzl: Die Eröffnungsrede ist im grossen Actions- Comite vorgelesen und approbiert worden. Es kann sich also selbstverständlich nicht um eine Einengung unseres Programmes handeln, an das wir gebunden sind, das uns eine Magna Charta ist. Es ist das nur der nächste praktische Schritt, den wir vorzunehmen gedenken, von dem wir sehnlichst wünschen, dass er uns gelingen möge, der enthalten soll das, was wir unter dem Worte öffentlich-rechtliche Garantien verstehen. (Lebhafter Beifall.) Del. Dr. Rosenbaum (zur Geschäftsordnung): Da uns gestern im Namen des Actions-Comites die Mittheilung gemacht worden ist, dass das Actions-Comite in keinem Falle jetzt Aenderungen einzelner Paragraphe der Statuten annehmen kann, dass das Actions-Comite ungeprüfte rwei.se überhaupt keine Pflichten übernehmen kann einerseits, anderseits aber diese Aenderungen dem Wunsche wenigstens von 30.000 Zionisten entsprechen, so stelle ich folgenden Antrag: 1. Ueber den § 1, der bereits von allen überdacht worden ist und zu dem auch seitens des Actions-Comites ein Antrag vorliegt, kann man jetzt schlüssig werden, ob er geändert werden soll oder nicht. Was die anderen Paragraphe betrifft, in Bezug auf welche das Actions-Comite keine Zeit hatte, sich eine klare Meinung zu machen, so principiell auch diese Paragraphe und so wichtig sie auch für die russischen Zionisten sein mögen, soll jetzt keine derartige Formulierung bestimmt werden, die für das Actions-Comite obligat wäre. Der Congress hat den Wunsch zu äussern, dass alle diese Paragraphe im Sinne der