Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 108 (sequence 108)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 108 — fest und bemerke weiter, dass wir auch Stichproben angestellt haben, und in jedem Falle die Buchführung correct gefunden wurde. (Lebhafter Beifall.) Del. Dr. Werner: Ich frage das Präsidium an, wieso es kommt, dass die Finanz-Section alles in grösster Ordnung vorgefunden hat und trotzdem Mr. Bentwich uns hier sagen konnte, dass er einzelne Punkte in den Rechnungen nicht richtig gefunden habe. Es kann sein, dass ich das missverstanden habe. Es ist aber auch möglich, dass einer oder der andere die Ansicht haben könne, dass etwas im Einzelnen oder in der Gesammtsumme nicht richtig ist. Vors. Dr. Gaster: Wenn ich recht übersetzt habe, so handelt es sich nicht darum, dass Herr Bentwich irgendwie einen Posten unrichtig gefunden hat, sei es in der Zusammensetzung, sei es im Einzelnen, sondern er beklagt sich nur darüber, dass die Details der Ausgaben und der Einnahmen nicht im Einzelnen vorgebracht worden sind. Daraufhin haben wir den Vertrauensmann, der die Bücher 2 Tage lang revidiert hat und auf dessen Votum einstimmig die vollste Absolution mit der finanziellen Gebarung ausgesprochen wurde, gehört, und nun haben Sie, meine geehrten Herren, darüber zu entscheiden. Uebrigens hat noch Herr Dr. Solis-Cohen als Obmann des Finanz-Comites das Wort. Del. Dr. Solis-Cohen (spricht englisch). Del. Prof. Gottheil (übersetzt): Herr Dr. Solis-Cohen meint, dass er nicht möchte, dass ein Missverständnis in einer Angelegenheit sich ergebe, die er für unseren Congress von der höchsten Wichtigkeit hält und dass er deshalb das Wort genommen "habe, weil er fürchte, dass die frühere Uebersetzung seiner Rede leicht missverstanden werden konnte. Er meinte, dass seinem Gomite ganz bestimmte Pflichten vorgezeichnet worden sind. Es wurden dem Gomite die Bücher vorgelegt und das Gomite hatte keine weitere Aufgabe, als die, zu prüfen, ob die Bücher und Rechnungen, die ihm vorgelegt wurden und die Belege dafür richtig waren. Es wurden auch hie und da Stichproben gemacht und die Herren haben alles in grösster Ordnung gefanden. Dr. Solis-Cohen gibt hier öffentlich seinem "Danke gegenüber den anderen Mitgliedern des Comites Ausdruck, und zwar den Herren Cohen aus Hamburg, C o w e n aus London und Herrn Moses aus Kattowitz, die mit ihm gemeinsam sich der Mühe unterzogen haben. Er stellt ausdrücklich fest, dass die Frage, welche Herr Bentwich hier aufgeworfen hat, nicht dem Gomite vorliegen konnte, es nicht im Bereiche der Pflichten des Comites lag, darüber zu entscheiden und er möchte dies hier ganz genau betont haben. Del. Dr. Rosenberg: Nach den Erklärungen, welche soeben Herr Prof. Dr. Gottheil gegeben hat, beantrage ichHJebergang zur Tagesordnung über den Antrag des Herrn Ben tw ich.