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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1899-01-01 · 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899 · p. Seite 82

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
Date
1899-01-01
Page
Seite 82 (sequence 82)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476260--0891-3477026
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— 82 — eine eigene Presscontrol-Commission haben, damit wir sofort erfahren, wenn eine neue Entstellung auftaucht. Auf alle Verdächtigungen zu antworten, haben wir unter unserer. Würde geglaubt. (Beifall.) So hat man beispielsweise die unterlassene Publicierung der Rechnungslegung am vorigen Congresse von einer Seite, von der ich es nicht erwartet habe, als unterlassene Rechnungslegung ausgelegt; man hat gesagt, wir haben keine Rechnung gelegt. (Del. IViotzkin : Ich habe das nicht gesagt!) Nicht Sie haben das gesagt, sondern ein Herr in England; die Herren wissen übrigens genau, wer es gethan hat und in welchem Blatte dies erschienen ist. Wir haben geglaubt, im Interesse der Würde des Gongresses darauf gar nicht eingehen zu sollen. Hierher gehören auch die Verdächtigungen wegen der Wahlreform, wo sich nun die Wahrheit herausgestellt hat. Es war kein Staatsstreich, es war kein Staat, es war kein Streich, es war keine Verletzung der Statuten, keine Wahlreform. Wir haben nur publiciert, dass wir auf Grund der betrübenden Wahrnehmungen im vorigen Jahre, wo einzelne, glücklicherweise nur einzelne Personen am Gongresse theilgenommen haben, die nicht auf Grund einer richtigen und ehrlichen Wahl hierher gekommen sind, was übrigens der Obmann des vorjährigen Legitimations-Ausschusses am besten bestätigen kann, dass wir auf Grund dieser Wahrnehmungen uns bemühen wollen, den Gongress zu einer ehrlichen, aufrichtigen Vertretung des jüdischen Volkes zu machen. Daraus hat man nun gefolgert, dass wir den Congress in die Hand bekommen wollen, ich weiss nicht, zu welchem Zwecke, ich weiss nicht, zur Ausübung welcher Macht. Ich weiss nicht, wer die Illusion hat, dass wir eine greifbare Macht nach aussen repräsentieren. Wir haben nur die Macht der Idee. Uns dafür erst Leute auf complicierte Art wählen zu lassen *— ich weiss nicht, wer so verworren denken kann, dies anzunehmen. Uebrigens ist jeder, der hierher gekommen ist auf Grund einer Wahl, die er kennt, in der Lage, Ihnen zu sagen, ob das Actions-Comite nur den geringsten Einfluss in dieser Hinsicht genommen hat. Das weiss der ganze Gongress, dass das Actions- Gomite die Wahlen nicht gemacht hat. Wenn sich beispielsweise Personen aus anderen Ländern an uns wendeten, um zu hören, welches Mandat für sie frei sei, weil viele einer Ortsgruppe die kostspielige Entsendung eines Delegierten überlassen wollten — dass wir sie in Verbindung gebracht haben mit Herren, welche um die Wahlen sich zu kümmern haben, wird gewiss niemand als Wahlbeeinflussung betrachten. Und dennoch sind aus dieser Wahlreform, wie sie von einem Stilisten genannt worden ist, die bittersten Vorwürfe gegen uns erhoben worden.

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