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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1899-01-01 · 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899 · p. Seite 80

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
Date
1899-01-01
Page
Seite 80 (sequence 80)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 80 — Gongressbeschlüsse besorgt haben. Es handelt sieh ja in der Rededes Herrn Motzkin nicht etwa um einen einzelnen Paragraphen oder um die Ausserachtlassung eines einzelnen Wortes, sondern, wie der weitere Aufbau seiner Rede gezeigt hat, folgert er daraus, dass auf den Gongresswillen von Seite des Actions-Coniites keine Rücksicht genommen wird, was, glaube ich, im Punkt 1, den er vorgebracht hat, mit Recht nicht mehr behauptet werden kann. Wenn nun das Bank-Comite in London eine Aenderung vorgenommen hatr so werden die Herren und insbesondere ihr anwesender Rechtsanwalt und Mitarbeiter Mr. Bentwich Ihnen zweifellos darüber die juristischen Aufklärungen zu geben bereit sein. (Del. Bentwich macht eine Bemerkung.) Mr. Bentwich meint, dass die Erörterung dieses Punktes nicht hieher gehört und dass es im Meeting der Bank am Platze ist, sich darüber auszusprechen. Ich kann mich enthalten, dazu Stellung zu nehmen, denn für das Actions-Comite genügt es in der gegenwärtigen Debatte, sich gegen die Anklage zu rechtfertigen, dass wir einen Gongressbeschluss nicht ausgeführt haben oder die Nichtsausführung geduldet haben. (Zustimmung.) Herr Motzkin hat eine zweite schwere Anklage gemacht. Es war nämlich ein Passus in meiner Londoner East End-Rede, die ihm den Eindruck gemacht hat, dass ich ein vielversprechendes Talent wäre. (Lebhafte Heiterkeit.) Es gibt Augenblicke, Herr Motzkin, wo man eine neue Thatsache erfährt, eine glückliche Wendung, ein Ereignis, das mitzutheilen man noch nicht in der Lage ist, gerade weil man ein vorsichtiger Mensch ist, gerade weil man den Enthusiasmus nicht überhitzen will, weil man die Bewegung in den Bahnen eines besonnenen und geordneten Fortschreitens erhalten will. Sie werden es aber dennoch menschlich, wenn nicht politisch begreiflich finden, dass man unter dem unmittelbaren Eindrucke einer solchen neuen Thatsache steht, wie es damals bei mir der Fall war, und es gibt hier mehrere Personenr die ganz genau wissen, wovon ich spreche. (Hört, hört!) Wenn man in einem solchen Augenblicke, wo man plötzlich die Ueberzeugung hat, dass diese für wahnsinnig erklärte Bewegung durchaus in der Welt realer politischer Thatsachen anerkannt ist, dass es der ärgste Gegner nicht mehr leugnen könnte, wenn man die Güte hätte, es ihm mitzutheilen — wenn man in einem solchen Augenblicke der Erleichterung, wo man die vollste, sozusagen gerichtsordnungsmässige Ueberzeugung hat, dass man nicht mehr unter Guratel zu stellen ist (Lebhafter Beifall und Händeklatschen), die Worte sagt: Ich habe nie so bestimmt zu Ihnen gesprochen, wie jetzt, dass ich an eine Verwirklichung unserer Pläne glaube, und zwar in einer Zeit, die Leute meines Alters noch erleben werden, so ist das nicht eine so zügellose Versprechung und nicht so geeignet, einen ungesunden Begeisterungssturm hervorzurufen,,

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